Telekom verheimlicht riesigen Datenklau
Erst vor einigen Monaten wurde die Spitzelaffäre bei der Telekom bekannt, bei der Telefonverbindungsdaten von Aufsichtsräten und Journalisten ausgespäht wurden. Wie hat sich doch der Konzern danach entschuldigt, Konsequenzen angekündigt, großartig Besserung gelobt, auch in Bezug auf die Öffentlichkeitsarbeit.
Alles gelogen. Das Nachrichtenmagazin »Spiegel« deckte nun auf, dass bereits im Januar 2006 Daten von mehr als 17 Millionen T-Online-Kunden geklaut worden sind. Weder wurde die Öffentlichkeit davon unterrichtet, noch die betroffenen Kunden. Selbst jetzt, nach Veröffentlichung des Skandals, versucht die Konzernspitze zu mauern. Man hat angeblich den Schwarzmarkt kontrolliert, um herauszukriegen, wenn die Daten verkauft werden sollen. Dies war jedoch nach Aussage der Telekom nicht der Fall. Merkwürdig ist nur, dass der Spiegel die Daten eben doch auf dem illegalen Markt erwerben konnte. Das Material war demnach schon kurz nach dem Diebstahl bei dubiosen Händlern und anonymen Anbietern im Internet aufgetaucht.
Die Datensätze umfassen alle Kontaktdaten der Kunden, inkl. Adressen und geheimer Telefonnummern, was vor allem für die zahlreichen Prominenten, Politiker und Wirtschaftsführer ein Problem sein könnte. Vor allem aber hat die Telekom ein Problem, nämlich das der Glaubwürdigkeit.
Von: Aro Kuhrt
(5. Oktober 2008)
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[…] nicht klar äußern, wie es dazu kommen konnte. Der Skandal wurde bis jetzt erfolgreich unter den Tisch gekehrt und noch nicht einmal die Betroffenen wurden davon unterrichtet. Der Schwarzmarkt wurde wohl […]