Neuer Datenskandal bei der Telekom
Erst vor einer Woche wurden bekannt, dass der Telekom Daten von 17 Millionen T-Online-Kunden abhanden gekommen sind, die bald darauf illegal angeboten wurden. Der Konzern verheimlichte den Diebstahl zweieinhalb Jahre lang. Erst als das Nachrichtenmagazin »Der Spiegel« selber an die Liste kam, wurde der Skandal öffentlich.
Nun folgt der nächste Teil, eine Nummer größer: Diesmal geht es um 30 Millionen Kunden des Handynetzbetreibers T-Mobile. Deren Daten waren im Netz frei einsehbar, lediglich durch ein »simples Passwort« gesichert, wie der Spiegel veröffentlichte.
Einer ihrer Redakteure konnte sich einloggen und Daten wie etwa Adressen oder Bankverbindungen nicht nur einsehen, sondern auch die Einträge bearbeiten. Die Änderung von Tarifen, Sperrungen vom SIM-Karten oder die Einrichtung von Einzugsermächtigungen waren danach ohne jede weitere Sicherheitsabfrage möglich.
Im einschlägigen Internetforen kursierten die Daten bereits seit Wochen, die Manipulationen sind jetzt wahrscheinlich nicht mehr nachvollziehbar. Erstaunlich ist nicht nur, dass ein Konzern dieser Größe, der soviel sensible Daten verwaltet und schon länger ein gebranntes Kind ist, noch immer so schlampig mit seiner Kundenverwaltung umgeht. Erstaulich ist auch, dass er überhaupt noch so viele Kunden hat.
Von: Aro Kuhrt
(11. Oktober 2008)
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