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  • Bürger stoppen Neonazis

    Es müssen nicht immer Linksautonome sein, die gegen Neonazis aktiv werden. Heute Nachmittag waren es vor allem ganz normale Bürger Lichtenbergs, die den Marsch der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten behinderten und schließlich sein Ende erzwangen.

    Schon am Vormittag war die Polizei mit 1600 Mann angetreten, um eine direkte Konfrontation zwischen Nazigegnern und Faschisten zu verhindern. Die rechte Demo begann am Bahnhof Karlshorst und sollte über die Treskowallee bis in den Weitlingkiez führen. Hunderte von Bürgern besetzten aber immer wieder die Straßen. Sowie die Polizei die Protestierer weggetragen hatte, ging das Spiel ein Stück weiter von vorne los. Durch diese Taktik hatte der geplante Demozug der Rechtsextremen schließlich zwei Stunden Verspätung. Als es dämmerte, entschloss sich die Einsatzleitung der Polizei, die Demo nicht mehr bis zur Weitlingstraße durchzulassen, da sie befürchtete, die Situation in der Dunkelheit nicht mehr unter Kontrolle halten zu können. An der Sewanstraße wurde der Zug deshalb Richtung Alt-Friedrichsfelde umgeleitet, wo die Nazis ihre Abschlusskundgebung abhielten.
    Dass die Demonstration nicht wie geplant zu Ende gebracht werden konnte, ist in erster Linie den Lichtenberger Bürgern zu verdanken. Mehrere hundert Autonome hatten sich bereits im Weitlingkiez in Stellung gebracht, durch die Abkürzung der Nazi-Demo kam es nicht zu einer direkten Auseinandersetzung mit ihnen. Dafür wurde wie gewohnt die Polizei angegriffen, die teilweise mit Wasserwerfern gegen die Linksextremen vorging.
    Schon im Vorfeld hatte es auf das Privathaus des Leiters der Versammlungsbehörde der Polizei, Joachim Haß, einen Farbanschlag durch die Autonome Antifa gegeben.


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    Von: Aro Kuhrt

    (7. Dezember 2008)

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