Berliner Verlag gerettet

Vier Jahre nach der Übernahme des Berliner Verlags wurde gestern eine überraschende Wende bekannt: Der als »Heuschrecke« bekannte David Montgomery und seine Mecom-Gruppe verkaufte alle ihre deutschen Firmen an den Kölner Verleger Alfred Neven DuMont. Dessen Firma M. DuMont Schauberg (MDS) ist eines der größten und ältesten Verlagshäuser Deutschlands, dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurück reicht. Alfred DuMont führt das Haus schon in der 12. Generation, u.a. gehören dazu Zeitungen wie die »Frankfurter Rundschau« oder der »Kölner Stadt-Anzeiger«. Durch diesen Verkauf haben die Redaktionen der Berliner Zeitung und der Netzeitung die Hoffnung, dass künftig wieder auf eine journalistische Weiterentwicklung gesetzt wird, und nicht nur darauf, höchstmöglichen Profit aus dem Verlag zu schlagen. Erst im vergangenen Jahr hat es im Berliner Verlag massive Einspar-Aktionen wie Entlassungen und Zusammenlegung von Redaktionen gegeben.
Mit DuMont besteht die Chance, dass Blätter wie die Berliner Zeitung weiter seriösen Journalismus liefern können.
Von: Aro Kuhrt
(15. Januar 2009)
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