Schuhe werden modern

Austin Powers war das erste Opfer eines Schuh-Attentats. Doch erst der »Anschlag« auf den Noch-US-Präsidenten George W. Bush mit einem Schuhwurf, am 15. Dezember 2008 in Bagdad, machte diese Form des Protestes populär. Nur wenige Tage später entstand im irakischen Tikrit ein 2,5 Meter langes Schuh-Denkmal zur Erinnerung an diese Aktion. Auf eBay wurde ein Ölgemälde mit der Wurfszene verkauft.
Und nun der nächste Anschlag, diesmal galt er dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao. Bei einer Veranstaltung im englischen Cambridge schleuderte ein Menschenrechtsativist einen Schuh, allerdings aus der 20. Reihe, so dass das Opfer nicht getroffen wurde.
Dies alles stellt die Sicherheitsorgane in aller Welt vor neuartige Probleme. Vielleicht darf man künftig bei solchen Veranstaltungen keine Schuhe mehr tragen? Oder was ist, wenn das in Russland passiert (Stiefel!) oder der Attentäter eine Tunte ist (Stöckelschuhe = erhöhte Verletzungsgefahr!). Unbestätigt jedenfalls ist das Gerücht, dass in Holland vorläufig alle politischen Veranstaltungen abgesagt worden sind. Solange, bis deren Holz-Klompen als Waffen verboten worden sind.
Von: Aro Kuhrt
(3. Februar 2009)
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