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    Taxikunden sind wie das Leben: Es gibt sone und solche und bei jedem Öffnen der Wagentür ist man gespannt, wer einem ins Auto steigt: Ist er freundlich oder mürrisch, ist es eine angenehme Fahrt mit nettem Gespräch oder ist man am Ende froh, wenn der Fahrgast wieder aussteigt?
    Aber nicht nur die Fahrgäste sind sehr unterschiedlich, sondern auch die Taxifahrer. Wenn ich selbst mal ein Taxi brauche, kann ich an der Halte langgehen und mir einen Wagen aussuchen. Die Auswahl funktioniert natürlich nur über den optischen Eindruck, der nett aussehende Fahrer kann sich nach dem Losfahren jedoch auch als Stiesel erweisen.

    Wenn man sich ein Taxi winkt oder bestellt, dann muss man sogar nehmen, was da kommt. Und auch ist auch der werdende Fahrgast gespannt, wen er hinterm Steuer antrifft. Dabei gibt es ein paar sehr typische Arten von Taxifahrern. Aus der Sicht eines Kollegen:

    Der alte Kutscher
    Unter Kollegen erwähnt er in jedem zweiten Satz, dass er seit mindestens 40 (oder 50, 60…) Jahren fährt. Er hat zu allem eine Meinung, ihn kann nichts umhauen. Nur mit der Realität hat er manchmal seine Probleme.

    Der türkische/arabische/iranische Landsmann
    Mit ihm gibt es öfter das Problem, dass man sich gegenseitig nicht versteht. Er fährt selten unter 70 km/h (gerne auch, wenn er auf der Jagd ist und vor ihm ein anderes leeres Taxi fährt). Die Straße ist für ihn ein Dschungel, in dem er der Tarzan ist. Am Halteplatz ist er oft in Gruppen anzutreffen.

    Der Student
    Er fährt nur nebenbei Taxi, kennt sich außerhalb von Kreuzberg und Friedrichshain nicht wirklich gut aus, aber ist sehr mitteilungsbedürftig. Man darf nie den Fehler machen und ihn fragen, was er denn studiert. Er sieht sich selber als »lieben Kerl«, duzt seine Fahrgäste und schimpft gerne über die CDU.

    Der Akademiker
    Er hat lange graue Haare, philosophiert gerne über Gott und die Welt und weiß auf alles eine Antwort. Das Taxifahren ist für ihn nur eine Übergangslösung – leider schon seit 15 Jahren.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (26. April 2006)

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