Rechtsextreme Polizisten in Berlin
Knüppel mit dem Namen des Germanengotts Odin, rasierte Schädel und CDs mit Neonazi-Musik im Gepäck. Das erwartet man eher von NPD-Schlägern, als von Polizisten. Doch ausgerechnet bei einem Nazi-Aufmarsch im brandenburgischen Halbe fiel ein Berliner Trupp der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) im rechten Outfit auf. Damals noch ohne Konsequenzen. Als die Truppe dann aber zu einer Fortbildung in Bayern war, wurden sie von Kollegen aus Nordrhein-Westfalen erwischt. Sie sangen rechtsradikale Lieder, andere hielten an einem Balken mit alter Nazi-Inschrift eine Art Andacht. Bei Ermittlungen fand man bei mehreren der Polizisten CDs, in denen u.a. antisemitische Hetzlieder zu hören waren.
Alle Beschuldigten gehören zur »Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit« (MKÜ), die in Schöneweide stationiert ist. Auch der Zugführer des Trupps ist offenbar Teil des braunen Kerns.
Obwohl die Vorwürfe gegen die Einheit seit über einem Jahr bekannt sind, sind nur zwei der Mitglieder vom Dienst suspendiert, alle anderen sind dort weiterhin aktiv. Dass die MKÜ von den Rechtsextremisten dominiert ist, zeigt auch die verzweifelte Forderung des Personalrats: Er verlangt, dass die gesamte Einheit aufgelöst wird.
Von: Aro Kuhrt
(27. Oktober 2006)
Ähnliche Artikel:
Stichworte:
Polizei, RechtsextremismusKOMMENTARE:
Pinox
Es geschah in Berlin am 04.02. |












[…] […]