Offene Baustelle

Leider ist ja in Berlin von den meisten Baustellen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Außenrum steht ein blickdichter Holzzaun, manchmal auch mit einem überdachten Fußgängerweg. Die Passanten und Anwohner kriegen wenig mit, was dort passiert. Erst wenn der Neubau über den Zaun hinaus wächst, kann man wieder am Geschehen teilhaben.
Ganz anders an der Baustelle zum größten Edeka-Markt der Welt in Moabit: Hier sind die Arbeiter und Zuschauer nur durch einen dünnen Gitterzaun getrennt. Gestern zum Beispiel wurde nur zwei Meter neben den Passanten der frische Beton für das Fundament in die Erde gegossen. Den ganzen Tag über kann man hautnah dabei sein, die Arbeiter sind wahrscheinlich schon genervt, weil sie öfter Fragen beantworten müssen oder sich anhören dürfen, wie man es anders besser machen könnte. Aber trotzdem: Hier auf dem einstigen Paech-Brot-Gelände an der Stephan-, Strom- und Birkenstraße macht es Spaß stehenzubleiben und ein paar Minuten zuzuschauen.
Von: Aro Kuhrt
(2. Juli 2009)
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