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  • 24h klasse Berlin

    24h klasse Berlin

    Die Aktion, 24 Stunden lang aus Berlin zu berichten, war erfolgreich: Spannende, kurzweilige Unterhaltung und Information, man hat Einblicke in so viele Bereiche unserer Stadt erhalten, wie es sonst kaum möglich gewesen wäre. Die Gangbanger vom Hermannplatz, die todgeweihte Frau im Hospiz, der Schwarze in der Interconti-Küche, der abends Musik macht, die Polizisten, die beiden Junkies, es ist unmöglich alles aufzuzählen, was – auf sehr unterschiedliche Weise – sehr beeindruckend war. Manche Minuten waren wirklich beklemmend, wenn man so eng mit dem Elend in der Stadt konfrontiert wurde, wie man es sonst nicht sieht – oder die Augen davor verschließt. An anderer Stelle das andere Extrem: Reichtum, Hummer-Essen, Luxus. Ich habe 12-14 Stunden gesehen, sie waren faszinierend und manchmal erschütternd. Vor allem aber waren sie wirklich realistisch. Den Machern der Dokumentation ist es gelungen, einen Einblick in die verschiedenen Lebenswelten der Menschen unserer Stadt zu geben, wie ich es vorher nicht für möglich gehalten habe.

    24h Berlin wurde gleichzeitig im RBB-Fernsehen und auf Arte gesendet, zeitgleich ohne Unterbrechung auch als Live-Stream im Internet. Hunderte von Beiträge bei Twitter begleiteten die Doku, bei den Arte-Kommentaren meldeten sich Zuschauer aus der ganzen Welt, von China bis Kanada.
    In den kommenden Tagen und Wochen werden einzelne Teile dieser großartigen Dokumentation wiederholt, man kann sie sich aber auch auf den Websites von Arte und dem Projekt selber anschauen. Und wer es am Samstag nicht geschaut hatte, sollte es sich unbedingt im Netz noch ansehen, wenigstens einige Stunden.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (7. September 2009)

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    KOMMENTARE:

    1. Sash am 7. September 2009 um 03:53 Uhr

      Fuck, ich habs verpasst. Wo hab ich nur meine Birne? Naja, mal sehen, ob ich demnächst noch mal Zeit finde. Fand die Idee wahnsinnig spannend – und jetzt, wo du auch noch schreibst, dass es gut geworden ist. Fuck!

    2. Klaus am 7. September 2009 um 09:28 Uhr

      Ja, war richtig gut. Ich habe zwar immer nur Ausschnitte – mehrmals 1 – 2 Stunden, hat aber Spaß gemacht. Manchmal spannend, manchmal rührend, manchmal war der Wiedererkennungswert da. Ein besseres Drehbuch als die Realität kann es manchmal gar nicht geben. Ich hoffe nur, dass es die 24h auch mal als DVD zu kaufen gibt. Mich würde z.B. auch interessieren, wie das Date nach dem Speeddating weiterging. Herrlich die Geschichte der Schauspielerin aus dem Prenzlauer Berg: »HEY; ICH BIN SCHWANGER.«





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