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Zweifel an Berlusconi-Angriff

Zweifel an Berlusconi-Angriff

Eine Woche nach der Attacke auf den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi sind Zweifel aufgekommen, ob es diesen Angriff überhaupt gab. Zahlreiche Websites in Italien listen mittlerweile Indizien auf, die eher dagegen sprechen. Am 13. Dezember soll er in Mailand beim Durchschreiten einer Menschenmenge von einem Mann mit einem Marmormodell des Doms geschlagen worden sein. Dabei soll er eine Platzwunde sowie zwei Zahnfüllungen verloren haben. Angeblich hat Berlusconi dabei einen halben Liter Blut verloren.
Die Bilder, die unmittelbar nach der Tat aufgenommen wurden, zeigen zwar das blutverschmierte Gesicht des Regierungschefs, direkt darunter sieht man aber ein blütenweißes Hemd, kein einziger Bluttropfen ist zu sehen. Bei einem so großen Blutverlust unds schnellen Bewegungen ist das ungewöhnlich. Videoaufnahmen zeigen wenige Sekunden nach der Attacke zudem kein flüssiges Blut im Gesicht des Premiers, sondern eher etwas, das nach Fabe aussah und sich überhaupt nicht bewegte. Und noch etwas ist auf den Filmaufnahmen – nicht – zu sehen: Nämlich der eigentliche Angriff. Inmitten von Sicherheitsbeamten sieht man Berlusconi auf sein Auto zugehen, unvermittelt schwenkt die Kamera nach hinten in die Menge, genau in diesem Augenblick soll der Angreifer zugeschlagen haben. Erst danach wird die Kamera zurückgeschwenkt. Offensichtlich gibt es überhaupt keine Videoaufnahmen von dem Angriff.
Natürlich sind solche Angriffe auf demokratisch gewählte Politiker in keiner Weise zu rechtfertigen, selbst wenn sie nur mit Unterstützung der Faschisten regieren können. Andererseits gibt es in Europa wohl keinen anderen Regierungschef, dem man eine solche Fälschung überhaupt zutrauen würde. Berlusconi jedoch ist ein Schauspieler, der schon oft mit theatralischen Attitüden versucht hat, Eindruck zu schinden. Er ist in jeder Hinsicht unglaubwürdig. Natürlich weisen seine Parteifreunde von der Popolo della Libertà jegliche Fälschung zurück, was sollen sie auch sonst tun. Falls der Angriff aber tatsächlich ein Fake war, hat er sein Ziel erreicht: die Umfragen in Italien zeigen, dass Berlusconi seit der Aktion 10 Prozent mehr Zustimmung in der Bevölkerung hat, als noch einige Tage vorher. Die braucht er auch, denn demnächst soll er sich vor Gericht wegen Steuerhinterziehung, Betrug und Schmiergeldzahlungen verantworten.
Video mit weiteren Hinweisen, das den Angriff in Frage zieht:


Von: Aro Kuhrt

(21. Dezember 2009)

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