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  • Endstation S-Bahn

    Endstation S-Bahn

    Nun ist das Chaos bei der Berliner S-Bahn ja kein neues Thema mehr und seit dem Frühsommer wundert es einen nur noch, wenn mal was richtig gut funktioniert. Aber das kommt selten vor. Gestern nun wurde der Notfahrplan außer Kraft gesetzt, der aufgrund der vielen Zugausfälle schon seit Monaten gültig war. Er wurde ausgesetzt, weil mittlerweile so viele Wagen ausfallen, dass nicht mal mehr dieser Plan eingehalten werden kann. Statt der 310 Doppelwagen-Einheiten (normal sind 662) waren nur noch 286 im Einsatz. Auf dem wichtigen Ring um die Innenstadt kamen die Züge teilweise nur noch alle 20 Minuten, Kilometer lange Abschnitte wurden ganz vom Netz genommen. Wer in Wartenberg, Frohnau, Teltow oder sonst außerhalb wohnt, kann froh sein, wenn wenigstens jede Stunde ein Zug fährt. Glück haben diejenigen, die einen Regionalbahnhof in der Nähe haben. Diese Züge fahren nun doppelt so oft, um wenigstens einen Teil der Fahrgäste transportieren zu können.

    Nun will die S-Bahn zwei ehemalige Reparaturwerkstätten in Friedrichsfelde und Erkner reaktivieren, die unter der Leitung von Hartmut Mehdorn durch die Bahn eingespart wurden. Die zahlreichen Untersuchungen der Züge haben in den vergangenen Monaten verheerende Schäden zutage gebracht. Bei teilweise nur noch einem Viertel der Bremsleistung ist es fast ein Wunder, dass es noch keine schweren Unfälle gegeben hat. Eigentlich ist damit der Tatbestand der versuchten Körperverletzung erfüllt, und zwar in millionenfachem Fall. Als »Ersatz« hatte die S-Bahn an vier Dezember-Wochenenden Einzelfahrscheine als Tageskarten akzeptiert und den Abonnenten von Jahreskarten Ermäßigungen zugebilligt – für die Ausfälle im Sommer. Seitdem ist die Situation aber stetig schlimmer geworden, so dass es nun eigentlich nur noch eine Lösung geben kann: Nulltarif für das gesamte S-Bahn-Netz.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (6. Januar 2010)

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    KOMMENTARE:

    1. Sash am 6. Januar 2010 um 04:37 Uhr

      Also ich bin dafür! Wenigstens ein paar Monate!

    2. Reinhold am 6. Januar 2010 um 09:59 Uhr

      Und was ist mit den S-Bahnen aus München. Sind die auch schon hinüber?

    3. Klaus am 6. Januar 2010 um 10:43 Uhr

      »Bei teilweise nur noch einem Viertel der Bremsleistung ist es fast ein Wunder, dass es noch keine schweren Unfälle gegeben hat.«

      Und wenn man weiter darüber nachdenkt, dass der Mehdorn nun im Aufsichtsrat von Air Berlin sitzt…

    4. fritz am 6. Januar 2010 um 14:00 Uhr

      ach herje, was ist denn in berlin los? bin seit einem halben jahr in tokyo und bin schockiert über die zustände. ich bin im juli aus berlin weggegangen, und da ging es ja gerade los. und jetzt ist es immernoch so ein zustand??

    5. Aro Kuhrt am 6. Januar 2010 um 15:22 Uhr

      @Klaus
      Oh shit. Ich fliege nie wieder!

      @fritz
      Tja, kaum bist du weg, macht hier jeder, was er will ;-)

    6. ulli14 am 6. Januar 2010 um 16:52 Uhr

      Betr. Mehdorn bei Air Berlin
      Bekanntlich ist ein Flugzeug dieser Linie ueber die Startbahn hinaus gerollt. Lag es an den Bremsen ?

    7. Aro Kuhrt am 6. Januar 2010 um 17:01 Uhr

      @ulli14

      :-D
      Stimmt, es fängt schon an.

    8. Klaus am 6. Januar 2010 um 19:26 Uhr





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