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  • Senat gibt Kreuzberg auf

    Kreuzberg ist für die Politik schon seit den 70er Jahren kein leichtes Pflaster. Hippies, Autonome, Hausbesetzer, Alternative machten die Senatsköpfe im Dutzend grau. Mittlerweile sind es die ausländischen Jugendlichen, die die Polizei in Atem hält. Junge gewalttätige Türken und Araber terrorisieren ihre Mitbürger, rauben andere Jugendliche auf der Straße aus, schlagen auf händchenhaltende Schwule und Lesben ein.

    Wenn Anwohner oder Gewerbetreibende die Polizei rufen, weil sie bedroht oder bestohlen wurden, müssen sie im Nachhinein mit Angriffen gegen sich rechnen. Oft wird auch die anrückende Polizei attackiert, so wie am 14. November in der Wrangelstraße. Beim Versuch zwei Verdächtige festzunehmen wurden die Beamten angegriffen. Mehr als 100 Jugendliche gingen auf sie los, erst als 45 Polizisten vor Ort waren, bekamen sie die Lage unter Kontrolle.
    Kaum zu glauben ist nun jedoch die Reaktion der Polizei: Sie kündigte an, sich ab sofort nicht mehr im Kiez zu zeigen, um damit die Lage zu »deeskalieren«. Nur noch in dringenden Fällen will sie anrücken, Streifenfahrten soll es nicht mehr geben. Die Polizei kuscht vor den Jugendbanden, die Bewohner werden im Kiez allein gelassen. Das freut vor allem die Gangs und die extremen Linken, für die die Polizei der Feind ist. Leider ist diese Maßnahme der Polizeidirektion 5 auch Senatslinie: Zeitgleich sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, dass er seine Kinder – wenn er denn welche hätte – auch nicht iin Kreuzberg zur Schule schicken würde. Sein Senatssprecher bestätigte diese Aussage, so dass man von einer offiziellen Aussage ausgehen muss. Senat und Polizei geben den Kreuzberger Kiez auf, die Jugendgangs auf der Straße und in den Schulen haben gewonnen.
    Laut Berliner Zeitung kritisieren auch Polizisten des zuständigen Abschnitts diese Maßnahme und sehen darin eine Kapitulation. Tatsächlich hat der Wrangelkiez mit 14.321 Straftaten (2005) die zweithöchste Kriminalitätsrate Berlins. Dass sich dies jedoch durch einen Rückzug der Polizei ändert, ist kaum zu erwarten.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (7. Dezember 2006)

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    KOMMENTARE:

    1. Bozkurt am 5. Februar 2007 um 02:42 Uhr

      welcher kiez hat denn die meiste kriminalsrate





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