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  • Heinersdorf gegen Muslime

    Offenbar ist die vielgepriesene Toleranz im Pankower Stadtteil Heinersdorf noch nicht angekommen. Schon seit Monaten kocht dort die Volksseele, weil es eine muslimische Gemeinde gewagt hat, nahe der Autobahn ein Grundstück zu kaufen, auf dem sie eine Moschee errichten will. Immer wieder gab es Proteste von einer Bürgerinitiative, die es mit der christlichen Nächstenliebe scheinbar nicht allzu ernst nimmt. Dass sich die faschistische NPD an den Aktionen beteiligt, finden diese Demonstranten offenbar weniger schlimm, als ein islamisches Gotteshaus in der Nachbarschaft.
    Ende 2006 hat das Bezirksamt die Baugenehmigung erteilt, am 2. Januar 2007 war nun die Grundsteinlegung. Aus ganz Europa kamen Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde nach Pankow, um der Moschee ihren Segen zu geben. Die Polizei schützte sie vor dem deutschen Pöbel, der lautstark mit Verleumdungen und rassistischen Parolen auftrat.
    Die Ahmadiyya-Gemeinde gilt dem Verfassungsschutz als gemäßigt, sie verurteilt jeglichen Gebrauch von Gewalt und geht innerhalb der Moslems sogar weiter als jede andere Gruppe: Sie fordert den Gebrauch der Vernunft, auch in religiösen Fragen. Damit ist sie dem Heinersdorfer Mob um einiges voraus.


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    Von: Aro Kuhrt

    (3. Januar 2007)

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    KOMMENTARE:

    1. Feinkost am 5. Januar 2007 um 09:19 Uhr

      Ganz richtig.
      Ich wohne nicht allzuweit von dort entfernt und sah beschämt die von NPD-Fahnen durchwachsenen Aufmärsche des bornierten Pöbels von meinem Fenster aus.

      Die Straße strotzte noch Tage später vor Aufklebern mit faschistischen Parolen.
      Dergleichen stört mich persönlich ja weit! mehr … Aber da demonstriert niemand.

      Gruß Fe

    2. Istvan Szabo-Dreher am 14. April 2007 um 05:51 Uhr

      »Sie fordert den Gebrauch der Vernunft, auch in religiösen Fragen«

      Die Forderung ist lobenswert, noch besser wäre es, sie leisteten ihr auch Folge. Die Ahmadiyya setzt den »zunehmenden Hang zur Homosexualität« mit dem Schweinefleischverzehr« in »unserer Gesellschaft in Verbindung«. Der Verzehr dieses in »Unrat lebenden Tieres« könne dem »menschlichen Körper und der menschlichen Seele nur Schaden bringen«.

      Nicht nur was Schwulenfeindlichkeit betrifft, können die sich mit Neonnazis die Hand reichen (www.ahmadiyya.de/ahmadiyyat/jjj/schweinefleischverzicht.html). Dass sie solche Haltungen scheinheilig mild salbadernd und nicht mit doitschen Gruß rüberbringen, nimmt mich nicht für sie ein.

      Dass der von Feinkost beschriebene Pöbel borniert ist, glaube ich gerne, Fremdenfeindlichkeit ist sicher das Hauptmotiv. Trotzdem sehe ich solch widerliche Reaktionäre genauso ungern in meiner Nähe wie Scientologen oder braunen Pöbel.





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