Ich schreibe ein Buch

Auch wenn es nicht so schwierig ist, wie ein Haus zu bauen: Ein Buch zu schreiben ist doch ganz ähnlich. Zwei mal habe ich das ja schon gemacht, Sachbücher, das ist nicht nicht so schwer. Man braucht dazu keine Fantasie, sondern nur Fleiß. Jetzt aber will ich einen Roman schreiben. Die Geschichte geht mir schon seit Jahren durch den Kopf. Allerdings ist sie noch nicht fertig, nur in Grundzügen.
Natürlich weiß ich nicht, ob ich überhaupt einen Verlag finde, der das Buch dann veröffentlicht. Ich bin mir noch nicht mal sicher, dass ich’s überhaupt schaffe, es bis zum Ende zu schreiben. Es kann sein, dass ich mich mittendrin verheddere und keinen Ausweg finde. Oder dass mir irgendwann die Kraft oder Lust dazu ausgeht. Aber was soll’s, vielleicht fällt mir ja auch der Himmel auf den Kopf, trotzdem gehe ich jeden Tag ins Freie. Also ausprobieren!
Allerdings soll dieses Buch nicht nur bei mir Zuhause an Rechner entstehen. Die Texte schreibe ich sowieso eher in eine Kladde, während ich auf Fahrgäste wartend an der Taxihalte stehe. Nach dem Abtippen aber werden sie dann stückchenweise hier bei Berlin Street veröffentlicht. Ich will das Buch also öffentlich schreiben. Und ich möchte die einzelnen Texte zur Diskussion stellen. Dabei hoffe ich, dass überhaupt Interesse daran besteht, am Lesen und am Kommentieren.
Die Kommentare zu den jeweiligen Texten werde ich mir genau anschauen und dann eventuell Veränderungen vornehmen. In den Kommentaren sollte natürlich auch auf Rechtsschreibfehler hingewiesen werden, wichtiger aber ist Kritik am Stil oder Anmerkungen, falls die Geschichte irgendwo unlogisch ist. Das kann passieren, wenn ich einen Text mehrmals bearbeitet habe und dabei z.B. eine wichtige Erklärung verschwunden ist. Oder wenn meine Gedanken mal wieder in einem Knoten geendet sind. Das öffentliche Schreiben soll mich aber auch selber unter Druck setzen, damit ich das Projekt nicht irgendwann schleifen lasse.
Praktisch läuft es so, dass es hier eine neue Rubrik »Buch 1988»Â gibt. Darin ist einerseits das begleitende Tagebuch, also Hinweise zum Schreiben des Buchs, was ich unternehme, wen ich dafür kontaktiere und so weiter. Hier soll also die Entstehung dokumentiert werden. Außerdem wird dort die eigentlichen Geschichte veröffentlicht. Die Buchtexte sind daran zu erkennen, dass sie durchnummeriert sind.
Der Name »Buch 1988″ ist der Arbeitstitel des Buchs und erklärt sich aus der Story: Erzählt wird die Geschichte eines jungen West-Berliners, der 1988 in die DDR kommt und dort einiges erlebt. Aber keine Angst: Es ist keine Stasi-Geschichte und der Mauerfall kommt auch nicht vor.
Ich wünsche mir, dass sich viele an dem Projekt beteiligen. Wie lange es läuft, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht ein Jahr. Oder weniger oder mehr, keine Ahnung.
Der erste Text ist jedenfalls ab heute online: Tobi
Von: Aro Kuhrt
(7. Mai 2010)
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Es geschah in Berlin am 08.02. |











