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  • Das Bikinihaus wird wieder schick

    Als das Haus, das sich zwischen Breitscheidplatz und Zoo entlang zieht, Mitte der 50er Jahre gebaut wurde, war es supermodern. Und es hatte zwischen dem ersten und dritten Stock ein sogenanntes Luftgeschoss, daher der Name Bikinihaus. Auch der daneben stehende Zoo-Palast erhielt damals ein schönes neues Äußeres, so dass mit dem anschließenden Hochhaus ein Neubauensemble entstand, das die West-Berliner City erheblich aufwertete und als Beispiel des Wirtschaftswunders demonstrierte, wie gut es »uns« wieder ging.
    BikinihausDas ist aber alles Geschichte, manche der damals in der Gegend errichteten Bauten sind schon wieder abgerissen, andere zur Unkenntlichkeit umgebaut. Dieses Schicksal drohte auch dieser etwa 200 Meter langen Gebäudegruppe. Nun aber hat sich der Bezirk Charlottenburg mit einem Investor geeinigt, der das gesamte Areal übernehmen und umbauen will. Unter dem Namen »Zoobogen« wird der denkmalgeschützte Komplex vor allem im Innern komplett erneuert, nach außen hin ändert sich nicht allzu viel. Der ursprünglich geplante Abriss des Zoo-Palastes ist vom Tisch, das Kino bleibt erhalten, wird allerdings entkernt und neu eingerichtet. Statt 2000 gibt es dann nur noch 1600 Plätze.
    Die größten Änderungen gibt es am Bikinihaus. Das verglaste, ehemalige Luftgeschoss bleibt bestehen und trennt das Gebäude weiterhin optisch. Oberhalb wird ein Hotel untergebracht, auf das Dach kommt – etwas zurückgesetzt – eine verglaste Dachetage. In den unteren Etagen soll ein Einkaufs-Center einziehen, dafür wird auch das Kellergeschoss ausgebaut, in dem sich derzeit noch eine Parketage befindet. Die blaue Kugel am östlichen Ende des Komplexes bleibt für Fernsehaufnahmen erhalten, unklar ist aber, ob die Diskothek Linientreu eingebunden werden kann.
    Insgesamt wollen die Investoren mehr als 100 Millionen Euro in das Projekt stecken. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht wieder in letzter Minute abspringen, wie es in der Nachbarschaft schon mehrmals passiert ist.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (27. April 2007)

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