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  • Kreuzberger gegen Burger

    An der Potsdamer Brücke leuchtet es hell in die Nacht: McDonalds, über 50 mal in Berlin. Kaum zu glauben, dass es da noch einen Innenstadtbezirk gibt, der bisher noch keinen Burgerladen hatte. Doch anscheinend hat sich bisher niemand getraut, im Kreuzberger Kiez ein McDonalds-Restaurant zu eröffnen, wahrscheinlich aus Angst vor kaputten Scheiben. Dass diese Angst begründet ist beweist der Laden in Mainzer Straße in Friedrichshain. Er wurde mehrmals von Autonomen gestürmt, die in ihm den personifizierten US-Imperialismus entdeckten. Jahrelang mussten die Gäste dort hinter vergitterten Fenstern sitzen, weil immer wieder die Scheiben eingeworfen wurden.
    Noch in diesem Jahr aber soll der Bann gebrochen werden, jetzt ziehen die bösen Burger auch ins letzte Refugium des aufrechten Antiimperialismus, nach Kreuzberg, Skalitzer Ecke Wrangelstraße. Direkt an der Handels-Berufsschule gibt es sicher auch genug Kunden, die mit den Kreuzberger Befindlichkeiten nichts zu tun haben. Mal sehen, wie konsequent sich die Kiez-Bevölkerung verhält, wenn die Filiale erstmal geöffnet ist. Vielleicht zeigt sich, dass die Studenten, Türken, Jugendlichen und Proleten doch nicht so McDonalds-feindlich sind, wie es die Autonomen gerne hätten.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (11. Mai 2007)

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    KOMMENTARE:

    1. Phil am 11. Mai 2007 um 11:34 Uhr

      Der Kiez organisiert sich gegen die BurgerKette unter keinmcdoofinkreuzberg.de. In den Verteiler eintragen!

    2. Stefan, Friedrichshain am 13. Mai 2007 um 12:23 Uhr

      Ich finde den Protest lächerlich. Auf der Internetseite der Gegner wird auch mit dem ungesunden Essen bei McDonalds argumentiert. Aber nicht jeder kann es sich leisten, in eines der vielen teureren Restaurants in der Gegend zu gehen. Und dass Döner, Currywurst oder türkische Pizza gesunder sind als Burger, glaube ich nicht.
      Ich habe keine Lust, mir von irgendwelchen Gutmenschen vorschreiben zu lassen, was ich essen darf und was nicht. Wenn es Ihnen nicht passt, brauchen sie ja nicht zum McDonalds essen zu gehen. Doch anderen Menschen diese Entscheidung zu verbieten, kann auch nicht der richtige Weg sein.





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