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  • Linksfaschos schlagen zu

    Linksfaschos schlagen zu

    Gleich zweimal gab es innerhalb weniger Stunden Anschläge von linken Extremisten. Auf einer Demonstration gegen den Sozialabbau in Mitte wurde aus einem »Antikapitalistischen Block« heraus ein Sprengkörper mitten in eine Gruppe Polizisten geworfen. Es gab 15 Opfer, zwei von ihnen liegen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Die Splitter des Sprengkörpers haben sich durch deren Schutzkleidung in die Körper der Polizisten gebohrt. Auf dem Video ist die Wucht der Explosion gut zu sehen, es handelt sich dabei nicht um Feuerwerkskörper, sondern vermutlich um eine selbstgebaute Bombe.

    Nur wenige Stunden später drangen Autonome in das einstige Künstlerhaus Bethanien ein, das seit letzter Woche leer steht. Seit 2008 arbeiteten sie systematisch daran, die Künstler von dort zu vertreiben, um das Haus selber zu besetzen. Einen Seitenflügel des Komplexes besetzten sie bereits seit zwei Jahren, vom grünen Bürgermeister Franz Schulz geduldet. Von dort gab es immer wieder Angriffe gegen die Künstler im Haupthaus.
    Nach mehr als 30 Jahren gaben die eigentlichen Nutzer des Hauses schließlich auf und zogen in ein Fabrikgebäude in der Kottbusser Straße. Gestern nun drangen linke Autonome in das verlassene Gebäude ein und zertrümmerten die Einrichtung, die nicht mitgenommen wurde. Damit wollen sie offenbar ihren Anspruch geltend machen, selber zu entscheiden, wer dort leben oder arbeiten darf und wer nicht.

    Diese Aktionen beweisen einmal mehr den Charakter der Links-Autonomen, die in Berlin immer massiver Gewalt einsetzen, um ihre Ziele zu erreichen. Grüne und Linkspartei haben sich bis heute nicht von diesem extremistischen Vorgehen distanziert, das sich in keiner Weise mehr von dem der Neonazis unterscheidet.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (13. Juni 2010)

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    KOMMENTARE:

    1. Holger am 15. Juni 2010 um 11:03 Uhr

      Erschreckend dabei ist, dass sich unter den linken Autonomen mittlerweile so etwas wie eine Hooligan-Ähnliche Szene entwickelt hat. Viele gehen da nicht hin, weil sie links sind, oder weil sie sich für Politik interessieren. Eigentlich gehts um den Kick. Aggressionen und Frust abbauen, Kräfte messen… Und was auch nicht zu verachten ist, es könnten auch andere politische Gruppierungen solche Aktionen unterwandern. Wie auch immer, ich halte solche Sachen für sehr heikel. Denn es macht nicht nur Menschen Angst, die dort vielleicht nur Passanten waren, oder friedliche Demonstranten, nein es macht die Polizei auch noch wütend und aggressiv. So als wolle man verhindern, das demokratischer Protest auf der Straße möglich ist. Und dann reagiert die Polizei umgekehrt wieder überspitzt und die friedlichen Demonstranten, die es dann hin und wieder auch erwischt, haben auch noch Angst vor der Polizei. Und erwarten von der Polizei eigentlich auch keine Hilfe mehr. Wenn man so oft von deren Arbeit enttäsucht wurde, obwohl man es ganz genau weiß, dass sie eigentlich ziemlich viel geschlampt haben und man von denen mit einer gültigen Lizenz für einen Radiosender in der Hand gesagt bekommt, sowas kann sich ja jeder selber machen, obwohl sie genau wussten, dass sie echt ist, dann kann man in die Polizei kein Vertrauen haben. Allerdings gehen solche Aktionen zu weit. Obwohl, wenn jemandem von einem Polizisten das Koks weggenommen wird und dieser Polizist legt das auf die Motorhaube des Dienstwagens, drückt das Zeug klein und pfeift sich das rein, dann ist das auch ein Grund sauer auf die Polizei zu sein. Solche Gerüchte hört man hier und da mal. Zumindest hat man automatisch, wenn man Straßenzeitungen verkauft, mit Suchtkranken zu tun… Und auch die Gelegenheit, mit ziemlich vielen unterschiedlichen Charakteren oder Schicksalen in Kontakt zu kommen. Ich höre viel und habe viel selbst gesehen, oder am eigenen Leib zu spüren bekommen. Leider gibt es unter Polizisten eine goldene Regel. Kollegen scheißt man nicht an, dann ist man ein Kameradenschwein, wenn man gegen jemanden ermittelt, aussagt oder Verfehlungen mitteilt…

    2. Jana am 15. Juni 2010 um 17:41 Uhr

      Leider ist es wirklich so, dass sich die Autonomen kaum noch von den Neonazis unterscheiden. Ich trau ich kaum noch auf manche Demos, obwohl ich sie wichtig finde, wie auch die letzte Woche.

    3. Huckleberry am 4. Juli 2010 um 17:51 Uhr

      Ja die linken sind die grössten Nazis !

    4. Aro Kuhrt am 4. Juli 2010 um 22:32 Uhr

      @Huckleberry
      Das ist Quatsch. Es geht nicht um die Linken, sondern um diejenigen, ich ich im Artikel beschrieben habe. Wer sich des »Rechts des Stärkeren« bedient und missliebige Personen oder Gruppen mit Gewalt bekämpft, unterscheidet sich eben nicht wirklich von den Neonazis.

    5. vilmoskörte am 19. Juli 2010 um 09:51 Uhr

      Vollkommen unabhängig davon, wie man zu den Autonomen und ihren Aktionen steht, finde ich es völlig unpassend, den Begriff »Faschismus« auf die Autonomen anzuwenden. Das ist ein Spingerpresseniveau, das ich von dir nicht erwartet hätte. Ärgerlich.





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