S-Bahn-Fahrer aus Protest krank
Am Wochenende blieb auf vielen S-Bahn-Linien die Hälfte der Züge im Depot stehen. Grund dafür war, dass sich zahlreiche Zugführer kurz vor der Schicht krank gemeldet hatten. Etwa 60 von 400 Fahrern sind nicht zur Arbeit erschienen. Als Grund nimmt das Unternehmen jedoch keine Epidemie an, sondern einen stillen Protest
In der vergangenen Woche wurde ein neuer Dienstplan eingeführt, der bei vielen der Kollegen auf scharfen Widerspruch stößt. Bisher wurden die Pläne so eingeteilt, dass nachts die Fahrer des ersten und letzten Zuges in der Nähe ihres Wohnortes anfangen bzw. Feierabend machen konnten. Darauf wird ab jetzt keine Rücksicht mehr genommen, so dass manche Fahrer im Zug schlafen, statt nach Hause fahren zu können. Zwar gibt es keine offizielle Mitteilung der Fahrer, dass sie deshalb in eine Art Warnstreik gegangen sind, unter den Kollegen ist die Sache jedoch klar: Die neuen Dienstpläne machen die Fahrer krank…
Von: Aro Kuhrt
(4. Juni 2007)
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