Startseite
SUCHE: (Groß-/Kleinschreibung beachten!)
Twitter RSS-Feed
  • Weblog
    Taxi-Weblog
    Erinnerungen
    Berlin
    Orte
    Geschichte
    Typen
    Spaziergänge
    Internet
    Medien
    Podcast
    Persönlichkeiten
    Maueropfer
  • Begegnungen

    Begegnungen

    Wie so häufig, stand ich auch heute mit meiner Taxe am Adlon auf der Rücke. In den letzten Monaten waren hier sehr viele Konferenzen, Staatsbesuche etc., es waren also viele wichtige Personen hier vor Ort. Flankiert werden diese wichtigen Menschen von noch viel viel wichtigeren Menschen: Mensch mit dem bösen Blick (MmdbB), auch Personenschützer genannt. Aber auch andere Gruppen sind hier vertreten, wie z.B. die rumänischen Bettler. Sicherlich kann man auch Negatives über sie sagen, aber es sind halt auch viele Kinder dabei, von denen die meisten lieber eine Schule besuchen würden, als den ganzen Tag betteln zu müssen. Gestern haben zwei dieser Kinder, beide etwa 11 Jahre alt, einen dieser MmdbB angesprochen, vermutlich wollten sie etwas Geld. Das hat auch der Personenschützer so verstanden und wollte sie mit einer unwilligen Handbewegung verscheuchen. So schnell aber gaben die beiden nicht auf und wiederholten ihre Bitte. Die Situation drohte zu eskalieren. Endlich konnte der MmdbB zeigen, was er gelernt hatte, wofür er ausgebildet wurde, was er kann. Er war ja schließlich irgendwas. Vermutlich hatte er sich insgeheim sogar eine solche Gelegenheit herbeigesehnt, in der er sich beweisen konnte. Entschlossen schlug er sein Jackett rechtsseitig zurück und zeigte auf seine Pistole. Die beiden Jungs drehten ab. Puuuh, gerade nochmal gutgegangen. Auf mein unmissverständliches Handzeichen hin kam der MmdbB zu meiner Taxe und sagte, das seien zwei Bettler gewesen. Das konnte ich nur bestätigen und sagte, vor allem der kleinere der beiden sei dafür bekannt, sehr schnell eine Waffe ziehen zu können, und dass er (der MmdbB) sehr souverän gehandelt und damit sicherlich eine größere Katastrophe verhindert habe. Darauf meinte er, dass ich sehr dumm sei. Wahrscheinlich habe ich das Gefahrenpotential dieser Situation dann doch wohl erheblich unterschätzt! Erwähnte ich eigentlich, dass der MmdbB aus Bayern kam?

    Thomas Dieckmann


    Artikel als PDF

    Von: Gastautor

    (8. Juli 2010)

    Ähnliche Artikel:

    Stichworte:



    KOMMENTARE:

    1. Bernd Kahl am 8. Juli 2010 um 22:09 Uhr

      Eine unglaublich gefährliche Situation! Aber vor allem hatte ich dabei ein deja-vu. Auch wenn der Mann aus Bayern kam, hast du vielleicht mal gelauscht, ob seine Aussprache irgendwie ostdeutsch klang? Wir hatten hier vor einiger Zeit nämlich auch so fürchterlich wichtige Leute, die ja nun in alle möglichen sehr weit entfernten Länder verstreut wurden, also vielleicht sogar nach Bayern! So einer war ja sogar beim Zaren angestellt, ich meine Modezar Mosi. Mit denen ist nicht zu spaßen, zumal die Leute installiert haben, die unter dem Deckmantel der Gedenkstätte die Haftanstalten von damals am Laufen erhalten!

    2. Paule am 12. Juli 2010 um 22:31 Uhr

      Ich bin überzeugt, dass dieser Sheriff eindeutig von seinem Dienst enthoben werden müsste. Man kann ja nicht völlig Geistig verwahrlosten, eine Waffe in die Hand geben.

    3. Aro Kuhrt am 13. Juli 2010 um 02:25 Uhr

      Ach Paulchen,
      wahrscheinlich ist ihm die Hitze zu Kopf gestiegen. Die armen haben’s aber auch nicht leicht, in ihren dunklen Anzügen, Hemd bis oben zu und Krawatte.
      Da kommt doch Mitleid Schadenfreude auf :-)





       Pinox

    Maulkorb für die Maus

    Maulkorb für die Maus thumbnail

    Es geschah in Berlin am 08.02.

  • 1919 Bei Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Arbeitslosen kommen in der Weinmeisterstraße in Mitte zwölf Menschen ums Leben.
  • 1947 Als die aus Holz errichtete Gaststätte Karlslust in Hakenfelde abbrennt, kommen 80 Gäste ums Leben, 150 werden verletzt.
  • 1949 Die Berliner Universität Unter den Linden wird in "Humboldt-Universität zu Berlin" umbenannt.
  • 1978 Vor der Gedächtniskirche verbrennen sich der 29-jährige Helmut Kleinknecht und die 24-jährige Erika Ruppert aus Protest gegen den Hunger in der Welt.
  • 1981 Unbekannte knacken die Rohrpostleitung der Berliner Spielbank und fangen Geldbomben mit 562.000 DM ab.
  • Letzte Kommentare


  • Die Geschichte der Brunnenstraße Eine Reise durch die Ackerstraße
    Wandbilder Berlin Taxi-Weblog
  • Stichworte



  • Andere interessante Blogs und Websites:

  • LINKTAUSCH?
  • SPEZIELL BERLIN
    ADMIN    183 Abfragen in 0,639 Sekunden