Internetverbot für Raubkopierer
Der neue Chef der Franzosen, Nicolas Sarkozy, hat ja schon kurz nach seiner Amtseinführung für einiges Kopfschütteln gesorgt, als er auf dem G8-Gipfel wie ein Betrunkener herum lief. Sarkozy fiel 2005 schon als Innenminister peinlich auf, damals forderte er, die von Ausländern bewohnten Pariser Vororte »mit dem Kärcher« zu säubern. In Deutschland gab es sowas vor 70 Jahren auch, das Ergebnis ist bekannt.
Nun hat Sarkozys Regierung mit den französischen Internetprovidern einen Vertrag abgeschlossen. Danach soll gegen sogenannte »Raubkopierer« mit dem Mittel des Internetentzugs vorgegangen werden: Wer sich eine Datei aus dem Netz herunterlädt und dabei erwischt wird, bekommt als erstes eine E-Mail mit einer Drohung. Lässt sich jemand davon nicht abschrecken, wird ihm der Internetzugang abgeklemmt – zuerst für ein paar Tage und im weiteren Wiederholungsfall komplett. Aber das ist ja noch human: Im Iran werden einem die Hände abgehackt, wenn man beim Diebstahl erwischt wird. Sarkozy: »Dies ist ein entscheidender Moment für die Einführung eines zivilisierten Internets«.
Gibt es in Frankreich eigentlich keine kabellosen Netzwerke?
Von: Aro Kuhrt
(25. November 2007)
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Es geschah in Berlin am 08.02. |











