»Scheiß Privatsender«
Es gibt Programme, die in einigen Sendern verstärkt kommen, von denen ich erhebliche Gefahren für die Erziehung der Jugend ausgehen sehe«, sagte Günther Oettinger, Ministerpräsident von Baden-Württemberg gestern. Schon vorher sprach er bei einer Veranstaltung seiner CDU von »Scheiß Privatsendern« und meinte damit vor allem RTL II und Super RTL. Nun kann man zwar über deren Qualität sicher verschiedener Meinung sein, aber denkt denn dieser Mann wirklich, dass alle nur Arte sehen wollen?
Wie es im Moment Mode ist, hat Oettinger dabei natürlich vor allem das Wohl der Jugend im Blick. Es sei notwendig, eine Debatte anzustoßen und den Jugendschutz im Fernsehen anzumahnen. Leider hat er nicht ausgeführt, was er genau kritisiert. Die dämlichen Soaps am Nachmittag? Die zum hundertsten Mal gezeigten Actionfilme? Die Softpornofilme in den Nachtstunden? All das ist zwar sicher niveaulos, aber eben Teil der heutigen Realität. Freundlicherweise weist er noch darauf hin, dass er ein Verbot nicht für ein geeignetes Mittel dagegen hält. Gleichzeitig fordert Oettinger aber die Wirtschaft indirekt zum Boykott dieser Sender auf. Wer denkt denn da gleich an die Nazi-Verharmlosung vom letzten April, als er in einer Rede den Nazirichter Filbinger als Gegner des NS-Regimes bezeichnete. Demokratischen Denken ist eben relativ.
Von: Aro Kuhrt
(9. Januar 2008)
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Es geschah in Berlin am 08.02. |












Witzig ist, dass es seinerzeit sein Parteifreund Helmut Kohl war, der das Privatfernsehen durchdrückte, um die Macht des öffentlich-rechtlichen Rotfunks zu brechen. Die Geister die man rief, möchte man jetzt los werden.
richtig@m.möhling
die cdu hat damals die privaten durchgedrückt
es lebe der öffentlich-rechtliche rundfunk!
soll doch herr öettinger die privaten wieder “verstaatlichen”, mir wärs recht