Papier statt Laptop
Etwa die Hälfte der Berlin-Street-Texte entstehen nicht am Rechner, sondern mit dem Kugelschreiber auf Papier. Dafür habe ich die kostengünstigen Hardcover-Terminkalender, die es z.B. bei der Post und in vielen Kaufhäusern für 2-3 Euro gibt. Auf der rechten Seite schreibe ich, links kommen Anmerkungen und Ergänzungen, die mir dann noch einfallen. Zuhause wird alles eingetippt, teilweise noch geändert, dann ins Netz gestellt.
Dass ich das so old-school-mäßig mache liegt daran, dass ich die Texte während meiner Wartezeit im Taxi schreibe. Da passt kein Rechner rein, auch mein Laptop ist zu groß. Wie war ich froh, als die Firma Asus im Herbst ankündigte, einen kleinen Klapprechner für 300 Euro herauszubringen. Er hat keine Festplatte, sondern nur einen Speicher und viel mehr – außer damit zu schreiben und online zu gehen – kann man damit auch nicht machen. Durch das Fehlen der Festplatte ist der »EeePC« robuster als ein normales Notebook, es gibt keinen Lesekopf, der durch Erschütterungen auf die Platte kommen und sie beschädigen könnte.
Doch leider, leider, was Warten auf den Rechner nimmt kein Ende. Der Verkaufstermin im Dezember wurde erst auf den 8. und dann den 24. Januar verlegt. An diesem Tag saß ich also am Telefon und versuchte herauszukriegen, wo ich einen der Rechner erwerben kann. Aber es war zwecklos, die kleineren Computerläden hatten teilweise gar keine oder nur zwei, drei Exemplare bekommen, in großen Läden wie Media-Markt waren sie schon am Mittag ausverkauft. Bei Karstadt gaben Sie mir den Termin 31. Januar, aber als ich an diesem Tag anrief wurde ich auf den März vertröstet. Online siehts nicht besser aus, kein Händler gibt einen verbindlichen Termin. Anscheinend ist Asus vom Interesse an diesen Geräten so überrollt worden, dass sie nun mit dem Produzieren nicht nachkommen.
Mittlerweile werden bei eBay schon einzelne Exemplare für 390 EUR angeboten. Ich kann nur hoffen, dass schon ein Schiff mit Containern voller EeePCs von Asien nach Deutschland unterwegs ist. Bis es soweit ist, werde ich noch mit Kuli und Papier arbeiten müssen.
Von: Aro Kuhrt
(3. Februar 2008)
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Pinox
Es geschah in Berlin am 08.02. |












meinst du, dass du mit den mickrigen zwei stunden akkulaufzeit auskommst?
Ich hoffe ja, dass es noch nen Adapter für den Zigarettenzünder gibt. Aber eigentlich müssten zwei Stunden auch reichen, viel länger stehe ich normalerweise nicht am Taxistand (*selbst-in-die-tasche-lüg*).