BVG kehrt zum Doppeldecker zurück
Vor zehn Jahren beschlossen die Berliner Verkehrbetriebe (BVG), keine Doppeldecker-Busse mehr anzuschaffen, da ihr Kaufpreis zu hoch sei. Von den rund 1200 Bussen waren damals fast tausend doppelstöckig. Stattdessen setzte die BVG auf einstöckige Gelenkbusse, wie es sie vorher nur in Ost-Berlin gab: Der Ikarus-Bus war so legendär wie fehleranfällig. Aber auch die neuen Gelenkbus-Versionen sind extrem wartungsintensiv und damit teuer. In der Anschaffung lagen sie allerdings 50.000 EUR unter den Doppeldeckerbussen, die 400.000 EUR kosten.
So sank die Zahl der doppelstöckigen Busse bis heute auf ca. ein Viertel aller eingesetzten Busse. Seit dem Sommer 2004 probiert die BVG nun aber ein neues zweistöckiges Modell aus, das mit 13,5 Metern um etwa zwei Meter länger ist, als die bisherigen Doppeldecker. In diesem können 95 statt wie bisher 128 Fahrgäste mitfahren. Dieses Modell fährt im Moment auf der Touristen-Linie 100 und hat sich offenbar bewährt. Die BVG bestellt 100 weitere dieser Busse, innerhalb der kommenden fünf Jahre soll der Anteil der Doppeldecker wieder auf über 50 Prozent steigen. Einer der Gründe ist, dass sie den Anschaffungspreis auf 330.000 EUR senken konnte. Das wartungsintensive Gelenk in der Busmitte entfällt ebenfalls. Und vor allem hat die BVG auf den Doppeldeckern mehr Platz, um darauf Werbung verkaufen zu können.
Von: Aro Kuhrt
(25. Februar 2006)
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Es geschah in Berlin am 04.02. |











