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  • Freundschaft

    Es gibt zwei Sorten von Menschen, denen man sich verbunden fühlt: der Familie und den Freunden. Zu beiden kann das Verhältnis unterschiedlich eng sein. Manche sind froh, wenn sie ihre Eltern oder Geschwister jeden Tag sehen oder wenigstens sprechen können, andere genießen es, wenn sie mal ein paar Tage nur mit ihren Freunden zusammen sein können. Freunde kann man sich aussuchen, Verwandte nicht. Das hat Vor- und Nachteile. Als Kind hat man meistens zu Eltern und Großeltern eine enge Bindung, es ist eine Mischung zwischen Vertrautheit und Abhängigkeit. Spätestens mit der Pubertät treten aber Freunde in den Vordergrund. Damit meine ich nicht »Kumpels«, mit denen man nur Spaß haben kann und sonst nichts, sondern richtige Freunde. Jemand, mit dem man auch z.B. über Probleme mit seinem Körper oder bestimmten Gefühlen reden kann, ohne Angst davor, ausgelacht zu werden. Solch eine Freundschaft hat viel mit Vertrauen zu tun, und mit Vertrautheit. Da ist es auch nicht schlimm oder lächerlich, wenn man mal weint. Oder wenn man über Dinge redet, die einem sonst peinlich sind.
    Solche Freundschaften sind auch nicht das gleiche wie Liebesbeziehungen, es geht nicht um Verliebtheit oder Sex. Beziehungen gehen irgendwann wieder vorbei, meist relativ schnell. Richtige Freundschaften dagegen halten über Jahre oder Jahrzehnte. Nicht alle Leute haben das Glück, solch einen Freund oder eine Freundin zu finden. Aber ich glaube, dass sie sich jeder wünscht. Dafür muss man aber bereit sein, sich auch selber zu öffnen, sich für den anderen Zeit zu nehmen, ehrlich zu sein. Wer das nicht will, wird nie einen echten Freund finden.


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    Von: Aro Kuhrt

    (1. April 2008)

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