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  • Berliner Zeitung verkauft ihre Glaubwürdigkeit

    Berliner Zeitung verkauft ihre Glaubwürdigkeit

    Eigentlich sollte eine seriöse Tageszeitung ein Produkt oder eine Firma nicht über Maß loben, ansonsten gerät sie schnell in den Verdacht der Schleichwerberei. Die »Berliner Zeitung« sieht das offenbar anders und hat gestern dem iPad von Apple nicht nur zwei volle Seiten geschenkt (eine davon sogar unter dem Rubrikennamen »iPad«), sondern auch noch die Aufmachermeldung auf der Titelseite. Es war keine Reklame in der Form »Kaufen Sie das iPad«, sondern versteckt in der Ankündigung, die Zeitung nun auch dort lesen zu können. Und zwar NUR auf dem iPad, Angebote für andere Systeme gibt es zunächst nicht. Es ist die klassische Schleichwerbung, die in diesem Fall besonders penetrant daher kommt, auch weil man dieses Angebot eben nicht auf den Produkten anderer Firmen nutzen kann.

    Unklar ist, ob die Reklame für das Apple-Produkt bezahlte Werbung ist, jedenfalls ist sie nicht als solche gekennzeichnet. Aber die Vermischung von Produktwerbung und redaktionellem Inhalt ist zutiefst unseriös, ebenso wie den Ausschluss der Leser, die ein anderes Tablet nutzen, als das des Konzerns Apple.


    Artikel als PDF

    Von: Aro Kuhrt

    (2. September 2012)

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    KOMMENTARE:

    1. Bernd K. am 2. September 2012 um 21:11 Uhr

      Auch wenn man einen schlechten Artikel nicht überbewerten soll, ist mein Eindruck vom sehr sporadischen Lesen (on- und offline), dass die erwähnte Zeitung gegenüber ihren Anfangsjahren qualitativ insgesamt nachgelassen hat. Was meinst du?

    2. Klaus L. am 2. September 2012 um 22:46 Uhr

      Ach Aro,
      ich beobachte diese »Entwicklung« nun schon einige Zeit beim Tagesspiegel, deren Verhalten / Geschreibe rund um Apple und facebook schlägt jedem Faß den Boden aus. Allerdings hat sich nach Einschalten des Presserats etwas geändert, auch wenn ich offiziell als Unterlegener gelte, meine Einwände wurden einstimmig abgelehnt, verschwanden dann doch angemahnte Inhalte und blieben verschwunden. der Tagesspiegel hat es noch nicht einmal nötig, ein digitales Hausverbot persönlich auszusprechen, das erfährt man dann aus dem schreiben vom Presserat.
      im Übrigen hat der »Mutterkonzern« hinter dem Tagesspiegel noch ein Kartellverfahren in den USA am Hals wegen Preisabsprachen, rate mal mit wem?
      Richtig Apple, und auch nur für deren »Edelspielzeuge« gibt es die passende App-Deppen-App vom Tagesspiegel.
      Mit einer Ausnahme kannste die Berliner Presselandschaft in die Tonne treten, besonders der Tagesspiegel ist zu einem Käseblatt unterster Klasse verkommen. Ahnungslose Jungjournalisten, schlecht bis garnicht recherchierte Artikel, etc. ich lese in letzter Zeit nur noch die Kommentare der Leser, die sind, natürlich mit Ausnahmen, der Apfel fällt ja nicht weit vom Stamm, lesenswerter und enthalten mehr Hintergrundinformationen als der eigendliche Artikel.
      Wenn man sich mal die Mühe macht bei diesem Blatt Inhalt und Sprache zu hinterfragen, dann dreht es einem den Magen um, besonders unangenehm empfinde ich die »Kriegssprache« bei Artikeln die einen völlig unmilitärischen Hintergrund haben.
      Die schaffen sich selber ab und feiern sich auch noch…

    3. Aro Kuhrt am 3. September 2012 um 03:56 Uhr

      Ich lese die Berliner Zeitung seit rund 15 Jahren regelmäßig. Unzählige Male hatte ich das Gefühl, dass das eine gedruckte Abendschau ist, sich also zu einer Boulevardzeitung entwickelt. Die Wochenend-Ausgaben mit ihren Geschichtchen sind oft nicht besser, es nervt nur noch.
      Das Problem ist aber die fehlende Alternative. Die Taz kann ich mir einfach nicht leisten. Beim Tagesspiegel ist es die gleiche Entwicklung wie bei der Berliner. Und wenn eine Zeitung in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen ist und erst dann ein journalistisches Werk, braucht man sich über solche Aktionen nicht zu wundern, wenn Journalismus und Werbung vermischt wird.
      Meinetwegen können sie die Hälfte mit Werbung zuknallen, aber dafür will ich dann auch sicher sein, dass die Inhalte seriös sind und nicht vielleicht von einem Konzern bezahlt.






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