Was war die DDR?
Deutsche Schüler wissen kaum etwas über die DDR, den ostdeutschen sozialistischen Staat, der 1990 von uns gegangen ist. Eine Umfrage der Freien Universität Berlin unter bayrischen Jugendlichen hat ergeben, dass fast die Hälfte keine Ahnung hat, wann die Mauer gebaut wurde, wer Erich Honecker oder Walter Ulbricht war.
Selbst in den 10. und 11. Klassen ist das Geschichtswissen über die DDR erschreckend niedrig. Über den Nationalsozialismus sind die meisten Schüler besser informiert, obwohl sie kaum noch Familienmitglieder haben können, die diese Zeit selber erlebt haben. Dafür gibt es noch einige Millionen, die die DDR aus eigenem Erleben kennen.
Offenbar wird die jüngere deutsche Vergangenheit auch in den Schulen viel zu wenig behandelt. Dabei gibt es vor allem in Ostdeutschland zahlreiche authentische Orte, die die Entwicklung und das Leben in der DDR zeigen und an denen Schüler informiert werden könnten. Dazu muss das aber auch in den Unterrichtsplänen berücksichtigt werden. Schon allein deshalb, damit ein möglichst realistisches Bild der DDR vermittelt wird. Denn sie war nicht so, wie es der Film »Sonnenallee« darstellt.
Von: Aro Kuhrt
(7. April 2008)
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