Happy Aua
Klar, die deutsche Sprache ist schwierig. Auch ich habe manchmal Probleme zu erkennen, ob an einer bestimmten Stelle wirklich ein Komma gesetzt werden muss oder nicht. Aber für viele Menschen ist die Rechtschreibung wohl nicht ganz so wichtig. Bastian Sick ist ihnen auf den Fersen.
Seit Jahren sammelt er für die Spiegel-Kolumne »Zwiebelfisch« die lustigsten und erschreckendsten Auswüchse der phantasievollen Ausgestaltung der deutschen Sprache im Alltag. Egal ob in Speisekarten, auf Hinweisschildern, in Zeitungen oder in der Werbung: Bei vielen der vorgestellten Beispiele kommen einem die Tränen – vor Lachen und Unverständnis gleichzeitig. Manchmal sind es nur die inflationär falsch gesetzten Apostrophe wie bei »Gabi’s Imbi’s«. Da wird der Müll nicht mehr nach Bioabfall, Glas oder Verpackung getrennt, sondern zwischen Restmüll und Mieter unterschieden. Ganz Afghanistan explodiert, aber es gibt nur 28 Tote. Wo liegt Neupfundland? Man liest von Pharmaschinken und Syphillisarbeit. Und man hofft, dass man selber nie solchen ernst gemeinen Unsinn produziert.
Die Bücher von Bastian Schick sind Deutschlesebücher in abschreckendster Form. Absolut zu empfehlen, aber mit Vorsicht zu genießen: Bei manchen Beispielen musste ich erstmal eine Weile überlegen, was da eigentlich falsch ist. Peinlich…
- Happy Aua (140 Seiten, 9,95 EUR)
- Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod (256 Seiten, 8,95 EUR)
- Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 2 (224 Seiten, 8,95 EUR)
- Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3 (256 Seiten, 8,95 EUR)
Von: Aro Kuhrt
(16. April 2008)
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