Deutscher »Superstar«
Am vergangenen Wochenende wurde beim Fernsehsender RTL der neue »Superstar« gekürt. Und wie schon bei seinen Vorgängern kannte auch diesen angeblichen Star vorher niemand und in kurzer Zeit wird auch er wieder in der Versenkung verschwunden sein.
Ein Superstar ist laut Wikipedia eine prominente Persönlichkeit: »Allerdings reicht Prominenz allein nicht aus, um ein Star zu sein, der betreffenden Person muss auch ein gewisses Maß an Beliebtheit, Bewunderung oder Verehrung zuteil werden.« Doch das, was uns bei »Deutschland sucht den SuperStar« angeboten wird, hat zu wenig Potenzial, um Bewunderung hervorzurufen. Fast alle vorgeführten Kandidaten und leider auch die Gewinner sind nur begrenzt talentiert und nur weil man ein paarmal im Fernsehen (dazu noch nur in immer derselben Show) aufgetreten ist, wird man noch längst nicht zum Star. Dazu gehört einiges mehr, zum Beispiel wirkliches Können. Und Erfolg, der über künstliches Hochputschen durch einen Fernsehsender hinausgeht.
Manche Künstler schaffen es nach einige Jahren tatsächlich, ein Star zu werden, Sender, Veranstalter und Werbe-Agenturen geben sich dann Mühe, sie zu engagieren. Spätestens als Superstar verlässt man auch die nationale Bühne und ist international bekannt. Robbie Williams, Madonna, Freddie Mercury oder Frank Sinatra sind oder waren Superstars. Nicht aber Leute wie Alexander Klaws, Elli Erl, Tobias Regner, Mark Medlock oder Thomas Godoj.
Von: Aro Kuhrt
(19. Mai 2008)
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