Neonazi neuer NPD-Landesvorsitzender
Der Berliner Landesverband der rechtsextremistischen »Nationaldemokratischen Partei Deutschlands« (NPD) hat nach eigenen Angaben auf seinem Landesparteitag am 19. November 2005 einen neuen Vorstand gewählt. Zum Landesvorsitzenden wählten die Delegierten den bisherigen Beisitzer und als Rechtsextremisten bekannten Eckart Bräuniger (34), der Claus Schade ablöst. Stellvertreter sind Jörg Hähnel und Georg Wilhelm. Zu Beisitzern des Vorstandes bestimmten die Delegierten Stella Palau und Igor A. Moder.
Mit dieser Wahl bekennt sich die Partei noch mehr als vorher zum Neonazismus, die neue Führung steht für die weitere Umsetzung des »Volksfront«-Konzepts.
Der neue Vorsitzende Bräuniger gilt als gewaltbereiter Funktionär, der über gute Kontakte im Bereich des Neonazi-Kameradschaftsnetzwerks verfügt. Er trat wiederholt als Organisator und Teilnehmer rechtsextremistischer Veranstaltungen sowie als Versammlungsredner in Erscheinung. Er war Mitglied der offen faschistischen »Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei« (FAP), die aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft mit der NSDAP 1995 vom Bundesminister des Innern verboten wurde. Im April 2004 wurde er zusammen mit weiteren Mitgliedern der rechtsextremistischen Kameradschaft “Nordland” in einem Waldgebiet in Brandenburg bei einer Wehrsportübung festgenommen.
Von: Aro Kuhrt
(24. November 2005)
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