Dumm wie Brot
Mangelndes Geschichtsbewusstsein oder rechtsextreme Propaganda? Als am Wochenende in Klein Radden das Turnier der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Spreewald stattfand, hatte die Mannschaft aus Groß Galgow ganz besondere Kleidung an: Auf dem Rücken stand ein Zitat von Adolf Hitler: »Flink wie die Windhunde. Zäh wie Leder. Hart wie Kruppstahl.« So wünschte sich der »Führer« damals die deutsche Jugend. Wenigstens ist ein Teil der heutigen Jugend bei der Feuerwehr gelandet, allerdings muss nun geklärt werden, wie der Nazispruch auf die T-Shirts kam. Die jungen Feuerwehrleute geben sich ahnungslos, sie hätten die Shirts geschenkt bekommen und die Bedeutung des Spruchs nicht gekannt. Ob das stimmt, ermittelt mittlerweile die brandenburgischer Polizei.
Ein Skandal ist nicht nur die gedankenlose Verbreitung dieser Parole, sondern auch das Verhalten des SPD-Abgeordneten Werner-Siegwart Schippel. Er war beim Spreewald-Cup vor Ort und hatte dort von den Hemden Kenntnis erhalten. Allerdings lehnte er es ab einzuschreiten, um die Veranstaltung nicht zu stören.
Falls es im kommenden Jahr wieder eine solche Veranstaltung gibt, bietet sich Berlin Street an, diesmal ebenfalls für die Groß Galgower Truppe die T-Shirts zu sponsoren. Dann müsste hinten aber die historisch leider immer unterschlagene vierte Zeile des Spruchs mit drauf stehen: »Dumm wie Brot«.
Von: Aro Kuhrt
(20. Mai 2008)
Ähnliche Artikel:
- “Judengebrabbel” in Erkner
- Verlassen im eigenen Land
- Rechte lernen bei Autonomen
- Rechte Jungs
- Was passiert da?
Stichworte:
Brandenburg, Feuerwehr, RechtsextremismusKOMMENTARE:
Pinox
Es geschah in Berlin am 04.02. |











