Einblicke in Stasi-Überwachung
Ausstellung zeigt Observationsgeräte – von der Gießkannen-Kamera bis zum Wanzen-Füller. Mit welchem Einfallsreichtum und Erfindergeist das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) vorging, um die eigene Bevölkerung in der ehemaligen DDR überwachen zu lassen, ist jetzt bei einer neuen Ausstellung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen zu sehen. Unter dem Titel »Verdeckt und Getarnt« werden die geheimen Ausspähungsmethoden der Stasi beschrieben, die von Telefonmitschnitten über heimliche Wohnungsdurchsuchungen bis hin zu sogenannten »Sonderleerungen« öffentlicher Briefkästen reichten. Aus der Fülle der Stasi-Observationsgeräte sind unter anderem eine »Gießkannen-Kamera« und ein »Wanzen-Füller« zu sehen.
Die Überwachungsgeräte der Stasi wurden vom Operativ-Technischen Sektor im ehemaligen Sperrbezirk in Hohenschönhausen entwickelt. 1.100 Mitarbeiter waren hier für die Anfertigung von Geheimdiensttechnik verantwortlich. Sie bauten zum Beispiel versteckte Fotoapparate, Einbruchswerkzeug oder sogenannte Container zum heimlichen Transport von Agentenmaterial. Auch die Geräte, mit denen die Stasi in der DDR täglich 90.000 Briefe öffnete, wurden hier hergestellt. Über Devisen-Sonderkonten beschaffte die Stasi auch Kameras und Tonbandgeräte aus Japan oder den USA.
Die Ausstellung ist noch bis Ende Juli von 9 bis 18 Uhr in der Gedenkstätte Hohenschönhausen zu sehen.
Genslerstr. 66, 13055 Berlin
www.stiftung-hsh.de
Der Eintritt ist frei.
Von: Aro Kuhrt
(6. Juni 2008)
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Stichworte:
DDR, Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hohenschönhausen, MfS, Spitzel, Stasi, ÜberwachungKOMMENTARE:
Pinox
Es geschah in Berlin am 07.02. |












Wohin muss ich mich wenden um zu erfahren, ob über meine Person eine Stasi-Akte existiert?
Hallo,
ich würde mich an die Birthler-Behörde wenden:
http://www.bstu.bund.de
Tschüss
Aro Kuhrt