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Überwacht die Überwacher!

Ob in der Friedrichstraße, am Kudamm oder auch in einfachen Wohnstraßen: Immer mehr Überwachungskameras beobachten in Berlin das Treiben auf der Straße. Viele davon dienen der Überwachung von Eingangsbereichen, z.B. vor Geschäften und Bürohäusern. Doch aufgenommen werden nicht nur diejenigen, die das Gebäude betreten, sondern auch die Passanten. In den wenigsten Fällen weist ein entsprechendes Schild auf diese Bespitzelung hin, die meisten merken gar nicht, dass sie beobachtet werden.
So wie Google Street View derzeit die ganze Stadt abfotografiert, so landen auch bei den Kamera-Aufzeichnungen vor allem Unbeteiligte auf den Festplatten der Überwacher. Während noch viele über die flächendeckende Video-Überwachung in der City von London staunen, schreitet genau diese Beobachtung in Berlin rasend schnell voran: Mittlerweile dürften es im Innenstadtbereich mehrere hundert Objektive sein, die ahnungslose Passanten filmen. Eine Kontrolle der Überwacher findet nicht statt, in fast allen Fällen sind es private Firmen, die ein Kameranetz aufspannen, von der die Stasi nur träumen konnte.
Doch es regt sich Widerstand. Vereinzelt gab es Steinwürfe und Farbattacken gegen die elektronischen Augen, seit Kurzem versucht eine Initiative auch einen Überblick über die vorhandenen Anlagen zu bekommen, allerdings ist sie noch ganz am Anfang. »Macht die Augen auf und informiert über den Standort einzelner Kameras« schreiben sie auf ihrer Website, dort kann man auch selbst Standorte eintragen.


Von: Aro Kuhrt

(1. August 2008)

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KOMMENTARE:

  1. Stef am 1. August 2008 um 18:27 Uhr

    Na, dann mache ich mich mit meiner Cam doch mal auf die Suche nach Cams. ;)

  2. Aro Kuhrt am 1. August 2008 um 18:57 Uhr

    Aber lass Dich nicht dabei erwischen, sonst landest Du auch noch in der Liste! Als mobiler Überwachungskameramann.






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