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  • Rio Reiser

    Lebensdaten: * 9.1.1950 (Berlin) + 20. August 1996 (Fresenhagen)

    Informationen zur Person:
    Sänger, Komponist, Schauspieler
    Bürgerlicher Name: Ralph Möbius

    Als Ralph Möbius sich nach dem gescheiterten Schauspieler Anton Reiser benennt, ist er 18 und sammelt bei Hoffmanns Comic Theater (HCT) in Berlin erste Bühnen-Erfahrungen. Zuvor hatte der bekennende Beatles-Fan (später Stones) die Schule und eine Fotografen-Ausbildung abgebrochen und war erst mal nach Liverpool ausgebüxt. Bis Ende der 60er treten Reiser und R.P.S. Lanrue (bürgerlich: Ralph Steitz) mit ihrer Coverband Degalaxis auf und sind als Musiker und Komponisten am HCT engagiert.
    1970 nimmt Rio Reiser den Song »Macht kaputt, was Euch kaputt macht« auf, dies ist die Geburtsstunde von »Ton Steine Scherben«. Die Band wird während der Schüler- und Jungarbeiter-Bewegung in West-Berlin zu dem, was man heute Kult nennt. Sie nimmt an Festivals und Hausbesetzungen teil (Tommy-Weißbecker-Haus, Georg-von-Rauch-Haus, Drugstore).
    Ab Mitte der 70er Jahre erfolgt eine musikalische Umorientierung zu melodischerem Rock und weniger vordergründig politischen Texten; außerdem Rios schwules Coming Out mit zwei Alben als »Brühwarm«.

    Rio Reiser war Zeit seines Lebens auf der Suche und am Ausprobieren, bis zum Schluss neugierig wie ein kleiner Junge. Einiges, was er probierte, war sehr erfolgreich, wie die Titeltolle in Kollers Spielfilm »Johnny West«Â (1977), für die Rio mit dem Bundesfilmpreis in Gold ausgezeichnet wurde.

    1985 trennten sich TSS, Rio Reiser machte als Solokünstler weiter. Im Folgejahr erschien sein Album »Rio I.«, das ihn bundesweit bekannt machte, vor allem durch die Single-Auskopplung »König von Deutschland«.
    Einen persönlichen Höhepunkt seines Lebens erreichte Rio am 2. Oktober 1988, als er von 6.000 Menschen in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle gefeiert wurde.

    Rio Reiser war und ist für viele Menschen mehr als nur ein Künstler. Durch die Zärtlichkeit in seinen Liedern und in seinem Auftreten ist er selbst noch Jahre nach seinem Tod für viele eine Identifikationsfigur geblieben, die ein Denken und Fühlen verkörpert, das es nur sehr selten gibt.

    Weitere Infos:
    Rio Reiser Website

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  •    Pinox

    Die Fahne weht schon mal…

    Die Fahne weht schon mal… thumbnail

    Es geschah in Berlin am 17.05.

  • 1934 Der Zuzug nach Berlin ist nur noch nach vorheriger Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes möglich.
  • 1945 Der von der sowjetischen Militärregierung eingesetzte Magistrat nimmt seine Tätigkeit auf.
  • 1953 Erster Einsatz von S-Bahn-Zügen, die auf dem Weg vom Bahnhof Friedrichstraße nach Falkensee, Potsdam und Oranienburg nicht mehr in den West-Bezirken halten.
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