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Straßenumbe­nennungen

1. März 2010

Am Wochen­Â­ende wurde das Kreuz­berger Gröbenufer an der Spree umbenannt in May-Ayim-Ufer. Seit 1895 nach dem brandenburgisch-preußischen Kolonialpionier benannt, erinnert der Name nun an eine Aktivistin gegen Kolonialismus und Rassismus. May Ayim war Mitbegründerin der afro-deutschen Bewegung, Dichterin und Pädagogin.  Ob der einstige Namensgeber nun ein wirklich böser Kolonialherr war, darüber gehen die Meinungen […]


Von Legien zu Faust thumbnail

Von Legien zu Faust

7. Februar 2010

Grenz­gänge III
Auf der Waldemar-Brücke war ich stehen geblieben. Das ist die einzige Brücke, die übrig ist vom Luisenstädtischen Kanal, gegraben 1848 ff in einer Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme, in einer anderen in den 20er Jahren wieder zugeschüttet, ist jetzt Zeit, ihn mit ABM wieder zu schaufeln?
Hinterlassen hat er die schöne Straßenanlage, die auf die Michaelkirche zuläuft und […]


Von Springer zu Döblin thumbnail

Von Springer zu Döblin

31. Januar 2010

Grenz­gänge II
Wie sich das anhört: Von Springer zu Döblin! Es ist aber ein direkter Weg. Der Döblin-Platz, in dessen Nähe mein heutiger Weg enden wird, hat noch ein bisschen von dem Berlin, in dem Alfred Döblins Alexanderplatz lag. Und das braun-goldene Springer-Hochhaus in der Kochstraße, das wie ein Wachturm an der Grenze steht, hat […]


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Vom Parlament zur Alten Feuerwache

24. Januar 2010

Grenz­gänge I
Ich stehe fast auf dem Punkt, an dem die Bezirke Kreuzberg, Tiergarten und Mitte an der Kreuzung von Köthener- und Stresemannstraße zusammentreffen. Es ist ein schöner, blauer Januar-Sonntag. Er zieht die Menschen an die Baugruben. Ich höre einem Paar mit Freund zu, die diskutierend von der Info-Box kommen: »Ich versteh das nich. Nee, […]


Der Fichtebunker thumbnail

Der Fichtebunker

3. Dezember 2009

In der Fichte­straße in Kreuzberg, zwischen Hasenheide und Urbanstraße, stößt der Passant auf ein recht merkwürdiges Bauwerk: Kreisrund, 21 Meter hoch, 55 Meter Durchmesser und ein Stahlgitter, das einmal das Dach gewesen ist. Der Zweck dieses seltsamen Gebäudes erschließt sich nicht sofort, viele Berliner erinnert es aber an einen Gasbehälter, wie es in der […]


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Hebbel-Theater

6. November 2009

Das Hebbel-Theater in Kreuzberg, 1907/08 erbaut, ist eines der schönsten Theater Deutschlands, das den Krieg nahezu unbeschadet überstanden hat. Bis heute hat sein mahagonigetäfelter Jugendstil-Zuschauerraum nichts von seinem außergewöhnlichen Charme eingebüßt. Künstlerisch erlebte das Hebbel-Theater hingegen eine sehr unbeständige, an häufige Besitz- und Namenswechsel gebundene Geschichte. Bereits der Versuch des Ungarn Eugen Robert, Rechtsanwalt […]


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Wo geht’s zum Königstor?

28. Oktober 2009

Königstor, wo ist das denn? Der Stadtplan hilft zwar nicht weiter, aber die Berliner sind ja nicht von gestern – obwohl das in diesem Fall von Vorteil wäre, denn das Königstor ist ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit, als wir nämlich noch einen König hatten und ein Schloss mitten in der Stadt.
Nahe dem […]


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Engel und Michael

25. Oktober 2009

In seiner Jugend, sagt Detlef Prinz, hat er mit den Goldfischen im Engelbecken gespielt. Etwas Brackwasser steht in diesem Rest des alten Luisenstädtischen Kanals noch; der weite Ort, in den der Heinrich-Heine-Platz übergeht, ist ein charakteristischer Teil der Berliner Innenstadt-Wüste, aus der sich die neue Stadt in postmoderner Unentschlossenheit erhebt. Am nördlichen Platzende – […]


Von Ada soweit die Füße tragen thumbnail

Von Ada soweit die Füße tragen

11. Oktober 2009

»Geht Ihr mit, ein Süppchen essen?« fragte Detlef Prinz, und so begleiteten wir ihn zu Ada. Sie betreibt in der Mauerstraße das Lokal Friedrich’s. (Ein Süppchen bestellten wir nicht. Sondern Lauchkuchen mit Kräuterquark: eine Spezialität. Müssen Sie auch probieren, wenn Sie demnächst hingehen.) Hernach gingen Detlef und die schöne Charlotte in die Redaktion zurück; […]


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Ein Kreuzberger 1982 in Lichtenberg

10. August 2009

An manchen Tagen kann ich diese Uniformen einfach nicht mehr sehen. Schon beim Heraustreten aus dem Block in der Leninallee (heute Landsberger Allee) in Lichtenberg stehen sie vor der Tür, mich befällt das typische mulmige Gefühl im Magen, das ich immer nur hier habe. Als ich noch in Kreuzberg wohnte, waren Polizisten für mich […]


Meine alte Oranienstraße thumbnail

Meine alte Oranienstraße

22. Juni 2009

Viele Jahre lang war ich ein Kreuzberger. Die ersten zweidrittel Jahre meines Lebens habe ich dort verbracht, Zuerst als Kind in der Gitschiner Straße, erste Etage Vorderhaus, mein Kinderzimmerfenster schaute direkt auf die Hochbahn. Dann in der Spring-Neubausiedlung, die kaum jemand kennt, obwohl dort der – ich glaube sogar offizielle – Mittelpunkt Berlins liegt. […]


Erinnerungen an Istanbul thumbnail

Erinnerungen an Istanbul

13. Juni 2009

Als ich in den 90ern nachts mit dem Taxi unterwegs war, landete ich immer wieder mal auch am Nollendorfplatz. An dem Parkplatz neben der Spielhalle gab es einen kleinen türkischen Imbiss, der zu jeder Nachtzeit geöffnet und gut besucht war. Es gab dort leckere Sachen, frisch und beliebt. Manchmal sah man gleichzeitig drei Leute […]


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Die traditionellen Mai-Krawalle

14. Mai 2009

Gewalt am 1. Mai ist in Berlin die Normalität. Doch anders als der sogenannte Blut-Mai von 1929, als insgesamt 31 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen linken Arbeitern und der Polizei ums Leben kamen, sind die Mai-Krawalle heute nur vordergründig politisch. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene liefern sich Scharmützel mit der Polizei, werfen Flaschen und Steine, […]


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3. Februar 1945: Die Zerstörung der Innenstadt

23. März 2009

Es war der Vormittag des 3. Februar 1945. Nur noch die Dümmsten unter den Nazis konnten an ihren Endsieg glauben. Doch was an diesem Tag geschah, sollte auch ihnen die Augen öffnen. Es gab einen Bomberangriff auf die Innenstadt der Reichshauptstadt. Allerdings nicht irgendeinen sondern den dreihundertsten. Offenbar wollten die Alliierten dieses Jubiläum feiern, […]


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Das Lapidarium

11. Februar 2009

Das Begriff Lapidarium bedeutet eigentlich nichts anderes als  »Steinsammlung«. Das heutige Lapidarium in Kreuzberg wurde 1876 als erstes Abwasserpumpwerk Berlins in Betrieb genommen. Prof. Rudolf Virchow und der Geheime Baurath James Hobrecht hatten ein Konzept entwickelt, wonach das Stadtgebiet in zwölf »Radialsysteme« aufgeteilt wurde, deren Abwässer Pumpwerke von den äußeren Rändern auf die Rieselfelder […]


Der Landwehrkanal

12. Januar 2009

Mit dem Spottlied »Es schwimmt eine Leiche im Landwehrkanal« wurde die ermordete Rosa Luxemburg nach ihrem Tode noch posthum verhöhnt. Leider ist dies das einzige Lied, in dem das größte Bauwerk Berlins vorkommt.
Als der Kanal am 2. September 2000 sein 150-jähriges Jubiläum hatte, kam niemand auf die Idee, dies zu würdigen. Aber das steht […]


Hallesches Tor

23. Dezember 2008

Das Hallesche Tor ist für die meisten heute nur ein Umsteigebahnhof zwischen zwei U-Bahnlinien. Dabei war dieser Ort zwei Jahrhunderte lang einer der wichtigsten Berlins.
September 1743: Ein 14-jähriger Junge kommt nach langem Fußmarsch aus Dessau endlich in Berlin an. Nein, er kommt an die Stadtmauer, die Berlin umschließt. Es ist bereits die zweite Stadtmauer, […]


Buch: Kreuzberg – Keine Atempause

5. Dezember 2008

Der so genannte revolutionäre 1. Mai brachte den Berliner Bezirk Kreuzberg seit 1987 immer wieder in die Schlagzeilen. Kreuzberg wurde zum Synonym für Straßenschlachten, aber auch zum Modell für eine behutsame Stadtsanierung und eine kreative Kulturszene. Nach der Wende erfand sich der Bezirk zum Teil neu und entwickelte sich wieder zu einer gefragten Wohngegend. […]


Droschken für die Alliierten

21. November 2008

Das Taxigewerbe in der Nachkriegszeit
In den letzten Tagen des »totalen Krieges«, als in der Belle-Alliance-Straße (heute Mehringdamm) das Haus der Berliner Taxi-Innung abbrannte, lagen auch die meisten Droschken längst unter Schutt und Asche. Überlebt hatten nur einige Veteranen-Fahrzeuge, die zum Kriegseinsatz untauglich waren. Die Rote Armee requirierte sie nachträglich. Wer das Glück auf seiner […]


Mein Besetzersommer 1980

6. November 2008

Am 10. Oktober 1980 lag schon in der Luft, dass bald etwas passieren würde. Schon seit einem Jahr wurden hier in Kreuzberg immer wieder mal leerstehende Wohnhäuser besetzt. Die ehemalige Feuerwache in der Reichenberger Straße war für uns wohnungslose Jugendliche ein neuen Obdach – bis wir geräumt wurden.
Anfang Juni machte ich dann meine erste […]


Anhalter Bahnhof

9. Oktober 2008

Es gibt in Berlin einige langgezogene Brachflächen, denen man ansieht, dass hier einmal ein sehr großes Bauwerk gestanden hat. Direkt am Potsdamer Platz ist solch eine Fläche, am Spreewaldplatz in Kreuzberg und an der Invalidenstraße sogar zwei. Hier standen einst große Fernbahnhöfe: Potsdamer, Lehrter, Stettiner und Görlitzer Bahnhof bringt man heute höchsten noch mit […]


Großereignisse

29. September 2008

Wochenrückblick
Das war diesmal eine Woche der Großveranstaltungen. Eine Million Menschen standen am Rande der Marathonstrecke, um den etwa 40.000 Läufern zuzujubeln. Schon am Tag vorher war die City dicht, als die Skater die gleiche Strecke fuhren.
130.000 Teilnehmer hatte der Sternmarsch der Klinikangestellten, die am Freitag gegen die Gesundheitspolitik der Regierung demonstrierten. Und offenbar gegen […]


Jung und schwul in den 70ern

28. August 2008

Schwule in Berlin, das ist heute nichts besonderes mehr. Ein homosexueller Bürgermeister, jedes Jahr Hunderttausende geschminkt und gestylt auf dem Christopher-Street-Day, Regenbogenfahne vor dem Rathaus – all das ist normal und regt nur noch politische oder religiösen Fundamentalisten auf, und ein paar Unbelehrbare. Doch noch vor nicht allzu langer Zeit war das ganz anders, […]


Das Ende des Regensbogens

25. August 2008

West-Berlin, Ende der 70er Jahre. Der junge Stricher Jimmi lebt auf der Straße, mit kleinen Diebstählen und Überfällen kommt er über die Runden, bis er eines Tages von einer Studenten-WG aufgenommen wird. Dort bekommt er ein bisschen Halt und wird nicht mal rausgeschmissen, als er das Haushaltsgeld klaut. Mit neuer Freundin und Aussicht auf […]


Ein Schultag mit Folgen

19. August 2008

Mitte der Siebziger Jahre wehte ein merkwürdiger Wind durch die Schulen West-Berlins. Die 68er-Revolte hatten wir höchstens als Kinder am Fernsehen verfolgt, »die Studenten« wurden uns als Feindbilder präsentiert. Mein Vater, ein Beamter, tat seinen Teil dazu, um uns Kindern diese Sichtweise einzutrichtern. Mir blieben vor allem die langen Haare der Revoltierenden im Gedächtnis […]


Kindheit und Jugend im Schatten der Mauer

12. August 2008

Einige Monate nach meiner Geburt wurde die Mauer durch Berlin gebaut. Die ersten 28 Jahre meines Lebens gehörte sie wie selbstverständlich dazu, so wie auch die Klagen über sie, die fremd anmutenden Erinnerungen alter Leute, die Beklemmung, wenn man mal mit den Eltern »rüber« fuhr.
Ich habe meine gesamte Kindheit und Jugend an der Mauer […]


Das Gewerkschaftshaus am Engeldamm

18. April 2008

Am 31. März 1900 wurde das neue Gewerkschaftshaus am Luisenstädtischen Kanal an der Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg eröffnet. Das Haus am Engelufer (ab 1937 Engeldamm) wurde in den folgenden Jahren zur Zentrale der deutschen Gewerkschaftsbewegung. Im Vorderhaus hatten die meisten der damals 92 Berliner Einzelgewerkschaften ihre Büros. Im Erdgeschoss war der zentrale Arbeitsnachweis […]


Autonome verdrängen Kunstprojekt

1. März 2008

32 Jahre lang arbeitete am Mariannenplatz das »Künstlerhaus Bethanien«. Künstler aus zahlreichen Ländern haben hier Ateliers, hunderte Ausstellungen machten das Haus in der ganzen Welt bekannt. Dies ist nun vorbei. Aufgrund einer jahrelangen Besetzungsaktion von Kreuzberger Autonomen ist das Künstlerhaus gezwungen, sich ein neues Gebäude zu suchen. Unter der schützenden Hand des Grünen-Bürgermeisters konnten […]


Peinliche FDP-Aktion

8. Juni 2007

»FDP = Foll Die Peinlichen« steht an eine Kreuzberger Hauswand gesprüht. Dieser Satz ist zwar grammatisch nicht ganz korrekt, inhaltlich aber durchaus. Dass sich die Partei der Besserverdienenden nicht zu schade ist, sich selbst zum Clown zu machen, wissen wir spätestens seit Möllemann. Doch auch ihr Berliner Fraktionsvorsitzender Martin Lindner kennt keine Gnade:
In Kreuzberg […]


Brennende Autos

31. Mai 2007

Durchaus ernst gemeint ist angeblich das Internetangebot »Brennende Autos« des Online-Reiseführers Trips by Tips aus Kreuzberg. Und gerade dort sind sie auch auf die Idee zu einer Website gekommen, eine Karte zu erstellen, wo in Berlin in letzter Zeit am meisten Autos ausgezündet wurden.


Kreuzberger gegen Burger

11. Mai 2007

An der Potsdamer Brücke leuchtet es hell in die Nacht: McDonalds, über 50 mal in Berlin. Kaum zu glauben, dass es da noch einen Innenstadtbezirk gibt, der bisher noch keinen Burgerladen hatte. Doch anscheinend hat sich bisher niemand getraut, im Kreuzberger Kiez ein McDonalds-Restaurant zu eröffnen, wahrscheinlich aus Angst vor kaputten Scheiben.


Auch Immigranten werden alt

23. April 2007

Berlin-Kreuzberg, ein Spaziergang durch den Bezirk zeigt: Hier machen Migranten einen großen Teil der Bevölkerung aus. Vor allem Türken und Kurden, aber auch Araber und Bosnier leben hier zu Tausenden. Viele von ihnen sind schon seit mehreren Jahrzehnten hier, als die deutsche Nachkriegs-Wirtschaft immer mehr Arbeiter brauchte. »Gastarbeiter« nannte man sie damals, doch sie […]


Am wunderschönen Anhalter

22. Februar 2007

Wer gestern Nachmittag seine Schicht als Würfelfunk-Taxifahrer begann, steckte erstmal mitten im Chaos. Schon das Anmelden auf dem Funk klappte kaum, Aufträge konnten nicht in die Wagen geschickt werden, die Zentrale war nur sporadisch zu hören. Gegen 18 Uhr war dann alles hinüber, auf den Vermittlungskanälen unterhielten sich die Taxifahrer, sie nutzten das Durcheinander […]


Merkwürdige Straßen

8. Februar 2007

Die Berliner Straßen haben manche Merkwürdigkeit zu bieten. Manche hören zum Beispiel irgendwo auf und gehen an einer ganz anderen Stelle weiter. Das ist mit der Mauerstraße in Mitte so. Wenn Sie zu Fuß vom Checkpoint Charlie der Mauerstraße folgen wollen, kommen Sie nur bis kurz hinter die Leipziger Straße. Von dort heißt sie […]


Dutschkes späte Rache

21. Januar 2007

Nachdem die Berliner Boulevardblätter aus dem Axel-Springer-Verlag in übelster Weise zur Jagd auf den linken Studentenführer Rudi Dutschke aufgerufen hatten, zog der Mob in Form des Arbeiters Josef Bachmann los: Er schoss am 11. April 1968 dreimal auf Dutschke und verletzte ihn schwer. So schwer, dass das Opfer elf Jahre später an den Folgen […]


Senat gibt Kreuzberg auf

7. Dezember 2006

Kreuzberg ist für die Politik schon seit den 70er Jahren kein leichtes Pflaster. Hippies, Autonome, Hausbesetzer, Alternative machten die Senatsköpfe im Dutzend grau. Mittlerweile sind es die ausländischen Jugendlichen, die die Polizei in Atem hält. Junge gewalttätige Türken und Araber terrorisieren ihre Mitbürger, rauben andere Jugendliche auf der Straße aus, schlagen auf händchenhaltende Schwule […]


High-Tech-Tunnel in die Pampa

26. März 2006

Nach lediglich elf Jahren Bauzeit wurde am Sonntag Nachmittag der Tiergartentunnel (offizielle Bezeichnung: Tunnel Tiergarten Spreebogen, TTS) eröffnet. Mit 2,4 Kilometern Länge ist es der längste Tunnel Berlins – und gleichzeitig der schmalste. Denn im Gegensatz zu den anderen Tunneln der Stadt handelt es sich hier nicht um eine Autobahn, sondern um eine Stadtstraße. […]


Bahn will die Yorckbrücken loswerden

8. Februar 2006

Wer von Kreuzberg nach Schöneberg fährt, für den sind sie nichts besonderes: Die 30 Brücken über der Yorckstraße, fast alle verrostet, bilden schon fast einen Tunnel. Ihr morbider Charme faszinierte schon manchen Filmemacher und offenbar sind auch viele Autofahrer durch sie irritiert. Fast täglich gibt es hier Unfälle, deshalb wurden den rostigen Pfeilern schon […]


Gleisdreieck wird Park und Wohnviertel

29. September 2005

Nach jahrelangen Diskussionen, was mit dem großen Gleisdreieckgelände geschehen soll, wurde gestern ein Vertrag unterschrieben. Der Senat, das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und die Firma Vivico als Eigentümer haben sich geeinigt, das 62 Hektar große Grundstück gemischt zu nutzen. Die Hälfte des ehemaligen Bahngeländes wird dem Senat verkauft, der hier einen Park anlegen wird. Dafür werden […]


Gleiches Recht für alle. Oder nicht?

6. Juni 2005

Täglich werden in Berlin Wohnungen zwangsgeräumt, weil ihre Bewohner die Miete nicht mehr zahlen können. Meist ist das ein schlimmer Höhepunkt auf ihrem Weg nach unten. Danach folgt oft die Obdachlosigkeit, manchmal ein Platz im Wohnheim. Viele dieser Menschen sind unverschuldet in diese Lage geraten, aber egal ob selbst schuld oder nicht – sie […]


  •    Pinox

    Sendeschluss bei YouTube

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    Es geschah in Berlin am 12.03.

  • 1920 Kapp-Putsch: Versuch von Freikorps-Angehörigen der Brigaden Ehrhardt und Löwenfeld, die Ebert-Regierung zu stürzen. Durch den von Gewerkschaften organisierten Generalstreik fiel der Putsch nach vier Tagen in sich zusammen.
  • 1935 In Berlin wird Rundfunk erstmals über Drahtfunk verbreitet. Über die Fernsprechleitung sollten drei Rundfunkprogramme gesendet werden.
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