Nazis

Das Gewerkschaftshaus am Engeldamm

12. April 2016

Am 31. März 1900 wurde das neue Gewerkschaftshaus am Luisenstädtischen Kanal an der Grenze zwischen Mitte und Kreuzberg eröffnet. Das Haus am Engelufer (ab 1937 Engeldamm) wurde in den folgenden Jahren zur Zentrale der deutschen [...]

Banalität des Bösen

17. Mai 2012

Mitten in der Nacht laufen im Fernsehen manchmal interessante Dokumentationen. Vor Kurzem wurden zwei Stunden lang Filmaufnahmen aus dem Eichmann-Prozess gezeigt. Was Hannah Arendt als Banalität des Bösen bezeichnete, habe ich dort erstmals im [...]

Das Schicksal der Berliner Juden während der Nazizeit

27. Februar 2010

Am 30. Januar 1933, dem Tag, an dem Hitler die Macht übergeben wurde, lebten in Deutschland etwa 500.000 Juden – 160.000 von ihnen fielen dem Nazi-Terror zum Opfer. Dieser Terror setzte früh ein. Er begann mit dem Boykott jüdischer [...]

Wenn es ans Leben geht

15. Januar 2010

„Fabrik­aktion“ wird’s genannt. Berlin muss „judenrein“ werden! Alle Städte, alle Dörfer. Hat’s euch der Führer nicht prophezeit? Er hat. Schlagartig wird zugepackt in sämtlichen Fabriken. „Das ist das [...]

Die Kinder von Izieu

31. Dezember 2009

Damit auch immer klar bleibt, wessen Geistes Kind die Neonazis von heute sind: Sie war’n voller Neugier, sie war’n voller Leben, Die Kinder, und sie waren vierundvierzig an der Zahl. Sie war’n genau wie ihr, sie war’n wie [...]

Die alte Neue Friedrichstraße

6. Dezember 2009

Wenn ich die Neue Friedrich­straße, die nicht gepflastert ist, weil es sie nicht mehr gibt, von der Burgstraße aus weiter gehen will, muss ich zwischen den Hochhäusern an der Spandauer Straße hindurch. Sie sind von Röro-Gerüstbau mit blau [...]

Der 1. Mai 1929 und die Kämpfe um die Macht

1. Mai 2009

Für meine Entwicklung wesentlich war der Umzug der Familie 1927 nach Berlin. Dort war Werner Hegemann, ein Bruder meines verstorbenen Vaters, bis zum Jahre 1933 als bekannter antimilitaristischer Schriftsteller und führender Städteplaner tätig. [...]

Alien Hitler

12. März 2009

In unserem Land gibt es einen sehr merkwürdigen Reflex: Immer wenn irgendwo in den Medien von Hitler oder der Nazizeit die Rede ist, ohne dass ein Mindestmaß an Betroffenheit oder Verurteilung angehängt wird, ist sofort von Verharmlosung die [...]

Der eine schneller, der andere langsamer

12. Dezember 2008

Ich kam am 1. April 1933 nach Berlin, um eine Stelle als Arzt in der Charité anzutreten. Ich hatte in München mein Examen gemacht. Die Berliner Charité suchte Ärzte, weil jüdische Kollegen gekündigt worden waren. In meinem Freundeskreis hatte [...]

Bürger stoppen Neonazis

7. Dezember 2008

Es müssen nicht immer Linksautonome sein, die gegen Neonazis aktiv werden. Heute Nachmittag waren es vor allem ganz normale Bürger Lichtenbergs, die den Marsch der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten behinderten und schließlich sein [...]

Erfahrungen junger Antifaschisten in der DDR

4. September 2008

„Im Gegensatz zur Bundesrepublik ist die DDR ein antifaschistischer Staat“. Diese Weisheit wurde jedem Bürger der DDR eingetrichtert, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt. Wahr ist, dass die Bundesrepublik der Rechtsnachfolger des [...]

Haus der Einheit

8. August 2008

Es ist eine laute, stark befahrene Kreuzung, Torstraße und Prenzlauer Allee treffen hier aufeinander. Nur wenige hundert Meter nördlich des Alexanderplatzes ist das sogenannte „Prenzlauer Tor“ ein ungemütlicher Ort. Wie zufällig [...]

Denkmal für schwule Naziopfer

28. Mai 2008

Es sieht aus, als hätte jemand vom Holocaust-Denkmal auf der anderen Straßenseite eine Stele in den Tiergarten geschleppt und dort hingestellt. Etwas schräg steht es nun dort, gleich neben der Ebertstraße, wo sich die Touristenmassen die [...]

Engel des Warschauer Ghettos ist tot

13. Mai 2008

Manchmal erfährt man erst von den Leistungen eines Menschen, wenn er gestorben ist. So ist es mit der Polin Irena Sendler, die am Pfingstsonntag im Alter von 98 Jahren starb. Sie galt als „Engel des Warschauer Ghettos“. Schon in den [...]

Mahnmal Synagoge Levetzowstraße

26. April 2008

In und um Moabit gab es bis zu ihrer Zerstörung während der Reichspogromnacht drei Synagogen. Die kleinste von ihnen stand Siegmunds Hof 11, eine andere an der Flensburger Ecke Lessingstraße. Die Synagoge Levetzowstraße 7-8 dagegen war ein Gotteshaus für die Massen. Mit mehr als 2000 Plätzen gehörte sie zu den größten der Stadt. Und sie war eine der prächtigsten. [...]