Erinnerung zerstört

Vor eini­gen Tagen hat der Verein Sie waren Nach­barn in Moabit damit begon­nen, über­all im Kiez Silhou­et­ten von Menschen aufzu­stel­len, die an die eins­tige jüdi­sche Bevöl­ke­rung erin­nern. Vor allem an dieje­ni­gen, die während der NS-Zeit “verschwun­den” sind. Sei es, weil sie ins Exil ging, weil sie sich vor den Nazis versteck­ten oder weil sie im Holo­caust ermor­det wurden.

Wie leider zu erwar­ten war, gab es bereits Beschä­di­gun­gen an den lebens­gro­ßen Figu­ren. So wurden in der Wilhelms­ha­ve­ner Straße erst eine Figur beschmiert und dann gestoh­len. Der Ersatz wurde beschä­digt und dann eben­falls gestoh­len. Dem Schrift­zug “Gaza” nach zu urtei­len, sind die Täter entwe­der zu dumm, zwischen den Schick­sa­len der Juden im Holo­caust und dem Vorge­hen der israe­li­schen Regie­rung gegen die Paläs­ti­nen­ser zu unter­schei­den. Oder sie sind einfach anti­se­mi­tisch und wollen mit ihrer Aktion vom Holo­caust ablen­ken.

Vermut­lich ist davon auszu­ge­hen, dass das zweite der Fall ist. Das beweist die Notwen­dig­keit, weiter­hin an die Juden­ver­fol­gung und die Shoa hinzu­wei­sen.

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Hetzjagd auf Flüchtlinge

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