Charlottenburg ist wohl einer der bekanntesten Ortsteile im einstigen West-Berlin. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sich hier die City West befindet, entlang des Kurfürstendamms und der Kantstraße. Sie ist schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts als „der Westen“ bei Besserverdienenden und Touristen beliebt. Es existieren mehrere Kieze, vor allem rund um den Klausener Platz, dem Savignyplatz und dem Karl-August-Platz. Die Gegend ist dominiert von Wohnen und Handel. Dort befinden sich noch viele Gebäude aus der Gründerzeit. Charlottenburg weist zahlreiche kulturelle Einrichtungen auf, wie Theater, Museen und Galerien. Von den vielen Kinos, die es dort bis in die 1970er Jahre hinein gab, sind heute jedoch nur noch wenige erhalten.
Highlight des Ortsteils sind das Schloss Charlottenburg mit dem imposanten Schlosspark, der Lietzensee, die Technische Universität.
Charlottenburg entstand einst aus dem Dorf Lietzow, dessen Dorfanger noch heute an der Straße Alt-Lietzow zu erkennen ist. Friedrich III. von Brandenburg schenkte seiner Frau Sophie Charlotte 1695 das Dorf und errichtete das Sommerschloss Lützenburg. Als Sophie Charlotte zehn Jahre später starb, erhielt die Siedlung gegenüber dem Schloss Lützenburg am 5. April 1705 den Namen Charlottenburg und gleichzeitig das Stadtrecht. 1920 kam die Stadt zu Berlin. Bis zur Bezirksreform 2001 war sie ein eigenständiger Bezirk, der sich Richtung Westen bis Spandau hinzog. Seitdem ist er Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. 2004 wurden Westend und Charlottenburg-Nord abgetrennt. Dadurch ist die Gesamtfläche des einstigen Charlottenburg auf weniger als die Hälfte verkleinert worden.
Auf dem Gebiet des heutigen Charlottenburg gab es auch einen Ort namens Glienicke, am heute versandeten Glienicker See. Dorf und See befanden sich im Gebiet von Kurfürstendamm, Fasanen-, Kant- und Uhlandstraße. Daran erinnert heute jedoch nichts mehr.
Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley)
Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0


Schreibe den ersten Kommentar