Keine Verlängerung der Straßenbahn?

Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) hat den Entwurf des ÖPNV-Bedarfsplans vorgelegt. Darin wird ein Ausblick gegeben, welche Ausbau-Projekte für Busse und Bahnen anstehen, in Planung oder schon im Bau befindlich sind.
Bisher wurde immer kommuniziert, dass die im September 2023 eröffnete Strecke der Straßenbahn M10 vom Hauptbahnhof zur Turmstraße nur ein Teilstück sei und dass sie bis zum Bahnhof Jungfernheide verlängert werden würde. Gebaut und eröffnet werden sollte sie in den kommenden Jahren.

Doch diese Planung ist nun offenbar vom Tisch. In dem Entwurf ist nur noch von einem Zeitraum 2031 bis 2035 die Rede. Erfahrungsgemäß verschieben sich solche Projekte dann jedoch noch weiter nach hinten.
Der Hintergrund ist, dass der Senat und seine BVG wegen der angespannten Haushaltslage sparen muss. So wird nicht nur diese geplante Erweiterung verschoben, sondern auch zahlreiche andere in Berlin. Manche geplanten Bahnstrecken wurden sogar komplett gestrichen. So ist zu befürchten, dass auch die Verlängerung in Berlin letztendlich Wunschdenken bleibt und nie realisiert wird.

Grafik: Ramboll / BVG

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Geschichte

Elektrische Straßenbahn in Berlin

Als am 16. Mai 1881 erstmals eine elektrisch betriebene Bahn mitten auf der Straße fuhr, war das eine Weltneuheit. Bis dahin Jahren gab es nur Pferde-Straßenbahnen, die Elektrische war eine Errungenschaft, deren Ausmaß damals noch nicht abzuschätzen war. Heute sagt man, die erste elektrische Straßenbahn der Welt fuhr in Berlin. Tatsächlich aber ging sie einige Kilometer südlich der damaligen Reichshauptstadt in Betrieb, in „Groß-Lichterfelde“. […]

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