Die Olympischen Sommerspiele mussten kriegsbedingt abgesagt werden, während die Bevölkerung unter massiver Lebensmittelknappheit litt.
Am Rande Staakens wurden ab 1916 aufgrund einer Anordnung des Kriegsministeriums Zeppeline mit militärischer Ausrichtung hergestellt. Drei Jahre später begann sogar ein Zeppelin-Linienverkehr nach Friedrichshafen. Das Areal wurde nun auch für Flugzeuge ausgebaut, die wesentlich schneller und zuverlässiger als Zeppeline waren.
Ebenfalls 1916 landeten auf dem 154 Hektar großen Areal des Luftschiffhafens Karlshorst erstmals motorisierte Doppeldecker.
Was sonst noch geschah:
1. Januar 1916
Gründung der Spartakusgruppe (später Spartakusbund), Vorläuferorganisation der KPD im Anwaltsbüro der Brüder Liebknecht in der Chausseestraße 121.
7. Januar 1916
Eröffnung der Deutschen Kriegs-Ausstellung, in der Beutestücke von allen Fronten des Ersten Weltkriegs gezeigt wurden.
15. Januar 1916
Erster Balkanexpress fuhr von Berlin nach Konstantinopel (heute: Istanbul).
7. Februar 1916
Inbetriebnahme der Stadtrohrpostzentrale im Haupttelegrafenamt in der Oranienburger Straße in Mitte.
12. März 1916
Einführung von Butterkarten in Groß-Berlin: Erwachsene erhielten 125 g pro Woche, Kinder bis zu 14 Jahren die Hälfte.
1. Mai 1916
Verhaftung Karl Liebknechts auf einer von ihm organisierten Anti-Kriegs-Kundgebung auf dem Potsdamer Platz. Er wurde daraufhin zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.
15. Juni 1916
Der Radiosender Königs Wusterhausen nahm seinen Betrieb auf.
28. Juni 1916
Aus Protest über die Verurteilung Karl Liebknechts begannen Massenstreiks.
10. Juli 1916
Einrichtung einer Großküche der Berliner Markthalle, die 30.000 Menschen täglich mit warmem Essen versorgen konnte.
11. September 1916
Übergabe der 138 Meter langen Hindenburgbrücke (heute: Bösebrücke) in der Bornholmer Straße zwischen Wedding und Prenzlauer Berg.
20. September 1916
Die illegalen Spartacus-Briefe mit Artikeln gegen den Krieg erschien erstmals.
9. November 1916
Am Flugplatz Staaken wurde der erste dort gebaute Zeppelin LZ 75 fertiggestellt.
11. November 1916
Im Rahnsdorfer Wald in Köpenick fuhr ein Eisenbahnzug in eine Gruppe Gleisarbeiter, 18 Menschen wurden getötet.
17. Dezember 1916
Inbetriebnahme des Lindentunnels, der die Straßenbahn 350 Meter weit unter der Straße Unter den Linden hindurchführt.
20. bis 24. Dezember 1916
Am Westportal des Reichstagsgebäudes wurde die berühmte Inschrift Dem Deutschen Volke montiert.


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