Schreckliches Reinickendorf

Es gibt viele Stadtteile in Berlin, über die sich Schlechtes sagen ließe: Der Wedding ist schmutzig, in Marzahn stehen nur hässliche Plattenbauten, in Neukölln muss man sich vor Jugendgangs fürchten, in Dahlem wohnen nur Snobs, in Mitte die Möchtegern-Angesagten. Das mag alles stimmen, jedenfalls zum Teil. Aber der schrecklichste Bezirk Berlins ist Reinickendorf. Damit meine ich nicht die Waldsiedlungen wie Lübars, Tegelort oder Konradshöhe, sondern die Stadtteile, in denen richtig viele Menschen wohnen. Also Reinickendorfer.

Was gibt es Positives über Reinickendorf zu sagen? Eigentlich nur das schon genannte (Lübars und so). Bei dem Negativen ist die Liste schon deutlich länger. Das fängt an bei dem ebenfalls schon genannten (siehe oben bei Wedding, Marzahn, Neukölln) und geht weiter mit Steffel, Resi, Sido und Kurt-Schumacher-Damm. Reinickendorf ist der spießigste Bezirk der Stadt, er ist das Schlimmste der 80er Jahre, das letzte West-Berlin. Außerdem ist es ein Schwerpunkt der Kriminalität. Das beste an Reinickendorf ist eigentlich der Flughafen Tegel, weil man von dort aus schnell ganz weit weg kommt. Und dass man weiß. worauf man sich einlässt, denn: eine der Straßen nach Reinickendorf heißt Provinzstraße.
Natürlich ist das alles rein subjektiv, manch Eingeborener wird sich deshalb bestimmt über mich ereifern. Ich habe die Gnade der Nicht-Reinickendorfer Geburt, insofern auch leicht reden. Ich muss ja dort nicht wohnen. Aber ab und zu sehe ich das Elend, wenn ich mit dem Taxi nach oder durch Reinickendorf fahre. Dann beschleicht mich jedesmal ein undefinierbares Gefühl, irgendwo zwischen Mitleid und Schadenfreude.
Um Berlin Street aber nicht auf alle Zeiten dem Ruf auszusetzen, unreflektiert Reinickendorf-Schmähkritik zu betreiben, wird hiermit öffentlich verkündet, dass der gehässigen Schreibe nun in einer neuen Unterrubrik Fakten folgen werden. Es werden Tatsachen ans Licht gezerrt, die auch kein Reinickendorf-Patriot ignorieren oder verleugnen kann. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, in den Kommentaren Schande von ihrem Bezirk abzuwenden. Auch wenn es vergeblich ist…

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12 Kommentare

  1. Kann dem Text nur zustimmen. Wenn man Hauptstadt-flair und die Szene sucht, sollte man Reinickendorf meiden!
    Es ist eine Mischung aus richtiger HartzIV Asi Bevölkerung und Beschränktheit. Doch besonders dort ist auch Frohnau,Hermsdorf oder Tegelort. ALLES am Arsch. Wohlbabende Zuzügler sollten sich auf keinen Fall nach dorthin locken lassen, denn es ist absolut nicht angesagt, abgelegen und teilweise trotzdem sehr laut!

  2. Wie wahr! Aber am schlimmsten ist Frohnau- dort leben nur ganz furchtbare Snobs die entweder reich sind oder es gern wären.
    Geld ist nicht alles meine Lieben aber macht ruhig weiter so- sind wir euch wenigstens aus Berlin los :-)!!

  3. Der Wedding ist alles andere als Schmutzig. lauf mal abends a) durch den Schillerpark und b) durch den Volksbark auf Wilmersdorfer Seite … Die Weddinger nehmen ihren Müll aus den Parks wieder mit.

  4. Noch nie in Spandau gewesen was?
    Gebt mal bei Youtube Staaken Hood Obestallee ein …. und wartet ab ^^.
    Ha Reinickendorf ^^haha echt nicht schlecht..

  5. Der Norden Reinickendorfs -Frohnau, Hermsdorf,Lübars- ist doch vollkommen ok. Man wohnt ländlich, hatte sehr sehr gute Einkaufsmöglichkeiten und mit der super Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel ist man in 20 Minuten in der Stadtmitte. Die Einwohner finde ich auch ganz ok, merkwürdige oder durchgeknallte Leute gibt es in jedem Bezirk, in jeder Stadt, in jedem Land.

  6. Berlin ist eben ein Moloch, da ist es doch egal, wo man wohnt. Die einzigen Ausnahmen sind die Gegenden, die durch engagierte Zugezogene bewohnbar gemacht wurden wie z.B. Prenzlauer Berg. Da ist jetzt alles hell, freundlich und sauber. Die Mieten sind zwar teuer, aber dafür muss man sich nicht bei den Zugezogenen, sondern bei der Bundesregierung beschweren! Da ich in Berlin inzwischen selbst ein Wohnhaus besitze weiß ich, welche schikanösen Auflagen an Hauseigentümer gestellt werden, allen voran an die Wärmeisolierung, den CO2-Ausstoß usw. Ausserdem akzeptiert heute kein Mieter mehr Toiletten im Zwischenstock, die er mit vier anderen Parteien teilen muss. Die meisten Sanierungskosten gehen für die Heizungsanlage und die Isolierung drauf, die vom Gesetzgeber verlangt werden. Das alles kostet eine Menge Geld, das man sich von Banken leihen muss und über die Mieten wieder abzahlen muss!

    • Ihr habt doch ein Arsch offen die behaupten das Reinickendorf schlecht ist. Die mein Bezirk mies machen sind zugezogene Penner aus Westdeutschland oder bekloppte einheimische Berliner.
      Reinickendorf ist mit Abstand der beste Bezirk. Die richtigen Berliner sollten sich lieber sorgen machen das unser Dialekt nicht ausstirbt. Und lieber Berlinern als das schwuchtelige Hochdeutsch zu sprechen. Was uns die zugezogenen Schwuchteln aus Westdeutschland aufzwingen wollen. Siehe Lehrer in den Schulen. Und weniger Kanackendeutsch reden

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