Beusselstraße 23

Kindheit im Berlin der 50er Jahre. “Ausgehend von den Ereignissen an diesem Tag kommen Erinnerungen zurück, die meine Kindheitserlebnisse in den 50er Jahre, Ausgangspunkt die Berliner Beusselstraße, noch einmal Revue passieren lassen. Ich hoffe, dass es mir mit diesem Buch gelingt, den Leser in seine eigene Jugendzeit zurückzuversetzen und die damaligen Zeiten anschaulich darzustellen.”
Die versucht der Autor Hans-Jürgen Laabs auf 170 Seiten in 25 Kapiteln, deren Bezeichnungen schon für sich sprechen: Z.B. Die Clique, Kiezvergnügen, Frühlingsgefühle, Unsere vier Wände oder einfach nur Oma.
Kein Buch, das neue Informationen bietet, das aber die Sicht eines Ureinwohners von vielen Jahrzehnten bietet.

Zufallstreffer

Geschichte

Das falsche „Neue Deutschland“

„Neues Deutschland“ hieß die Parteizeitung der SED, dabei war der Begriff „Deutschland“ eigentlich verpönt. Man nannte sich DDR, wollte seine Eigenständigkeit unterstreichen. Doch der Name des Zentralorgans war eine eingeführte Marke, die in der DDR jeder kannte. Dabei war die auflagenstärkste Zeitung wohl auch die, die am wenigsten gelesen wurde. Der gestelzte Sprachstil übertraf noch das Bürokratendeutsch der Funktionäre, die Inhalte waren systemkonformer als die Partei selbst. Kaum jemand las nach ND freiwillig. Umso erstaunter waren diejenigen, die am Nachmittag des 19. März 1988 plötzlich ein ganz anderes ND in der Hand hielten. […]