Senats Geldquellen

Der Streik bei der BVG kommt dem Senat vielleicht gar nicht so unrecht. Schon im Februar, während des ersten Warnstreiks, erklärte Finanzsenator Sarrazin, dass die Stadt dadurch sehr viel Geld spart, denn der Senat baucht während des Streiks die Subventionen nicht zu zahlen. Bei einer täglichen Einsparung von 1,1 Millionen müsste die BVG nur 160 Jahre lang streiken, dann wäre die Stadt alle Schulden los.

Da dies wahrscheinlich keine Lösung ist, werden andere Wege gegangen. Massenhaft müssen nun Polizisten los, um Temposünder zu erwischen und abzukassieren. Da jetzt viel mehr Autos als in Nicht-Streik-Zeiten auf der Straße sind, lohnt sich das Geschäft: Unsere Funkzentrale schickt uns immer die Angaben aufs Display, wo gerade Geschwindigkeitskontrollen laufen. Normalerweise stehen da vier bis acht aktuelle Blitzer, aber gestern Abend war offenbar Großeinsatz. Gegen 21 Uhr zählte ich 17 Radarkontrollen auf der Anzeige, alle im engeren Stadtgebiet. Fast alles die üblichen Verdächtigen wie Heidestraße, Jakob-Kaiser-Platz, Fischerinsel oder Hasenheide. Anscheinend laufen die Geschäfte gut, denn einige der Einträge waren schon vier Stunden alt und trotzdem noch aktuell.
Allerdings zeigt die Liste auch, dass die Schergen fast immer an den selben Stellen stehen. Die Phantasie der grünen Herren hält sich in Grenzen.

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