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    VIP-Limos

    Auch der Trabi selig war ja eine Limousine, denn dieser Begriff steht lediglich dafür, dass ein Auto ein Stufenheck hat. Meist wird er aber für edlere Karossen benutzt, wie der S-Klasse mit dem Stern, fetten Bayern oder dem VW Phaeton. Von denen sieht man derzeit wieder sehr viel: Sie sind schwarz, manchmal silber, ihre Fahrer tragen Anzüge und benehmen oft sich wie ungezogene Kinder, jedenfalls wenn ihre Fahrgäste nicht dabei sind. Es ist der Shuttle-Service der Berlinale, der offenbar seine eigenen Verkehrsregeln aufstellt. Zum Beispiel am Hotel Ritz Carlton. Der Taxistand wird von ihnen als Parkplatz genutzt, Proteste nützen nichts, die Taxis müssen in der zweiten Reihe halten.
    Ein ähnliches Bild am Adlon: Ich stehe als dritter Wagen vor dem Hotel, die VIP-Shuttles reihen sich in der zweiten Spur auf. Als ich einen Funkauftrag bekomme, komme ich mit dem Auto nicht raus. Blinker und Lichthupe werden vom Fahrer zwar bemerkt, aber ignoriert. Also muss ich aussteigen und zu ihm ans Fenster gehen, um ihn zum Platzmachen aufzufordern. Der Kollege hinter muss ebenfalls raus, hat aber weniger Geduld. Mit Brüllen aus dem offenen Fenster, Hupen und Lichtzeichen versucht er, den Shuttlefahrer zum Wegfahren zu bewegen. Doch der stellt sich stur, bis ein Polizist auf ihn zu kommt und unmissverständliche Handzeichen gibt. Das alles ist unnötig, weil auf der anderen Straßenseite genug Platz zum Halten wäre.
    Die Herren im Anzug halten sich aber offenbar für etwas Besseres, dabei sind auch sie nur Chauffeure, wie wir.


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    Von: Aro Kuhrt

    (14. Februar 2009)

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    KOMMENTARE:

    1. Paule am 13. Februar 2009 um 10:16 Uhr

      Da ist doch die logische Konsequenz: Anzug und Krawatte für die Taxifahrer !

    2. Aro Kuhrt am 13. Februar 2009 um 15:05 Uhr

      Krawattenfunk? So wurde der Würfelfunk doch tatsächlich mal genannt. Aber genützt hat’s nichts.

    3. taxator am 14. Februar 2009 um 02:23 Uhr

      Eben !
      Wir sind alle ’’nur’’ Chauffeure.
      Etwas entspannteres Verhalten und kollegiale Kommunikation wäre von allen Seiten angebracht. Da ich selbst Taxi,Reisebus und Limousine fahre, kenne ich das Gebrabbel der jeweiligen Schwerenöter ganz gut. Also locker bleiben allerseits! Denn jeder steht ja mal irgendwie im Weg. Busse (weil gross), Taxis (weil zuviele) und Limousinen (weil wichtig:-))))))

    4. Sash am 1. Mai 2009 um 04:36 Uhr

      Stimme taxator zu – was aber eben auch heisst, dass das erwähnte Verhalten der Limousinenfahrer unter aller Sau war.

    5. Limovermietung am 30. November 2009 um 13:36 Uhr

      Danke an: »taxcator« mit seiner Aussage: »Also locker bleiben allerseits! Denn jeder steht ja mal irgendwie im Weg…«
      Trotzdem: Das Verhalten der Chauffeure war daneben, keine Frage!





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