Klopapier-Poesie

Einer der bisher meist unbeachtetsten Berufe dürfte der des Klopapier-Poeten sein. Gibt es nicht? Doch!
Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass es für Toilettenpapiere etliche Namen gibt. Einige von ihnen folgen einer Regel, andere wurden offenbar völlig unmotiviert benannt. Und noch andere lassen einen wirklich nachdenken, was der Autor des Klopapiernamens sich dabei wohl gedacht hat.

Zu den Rollen, deren Namen noch am logischsten sind, gehören die, die auf den Abschied hinweisen. Sie heißen Danke, Servus oder Happy End. Und sie wollen auf ein positives Erlebnis hinweisen, wie die Klopapiere Funny, Lovely oder gar Fiesta. Auch die Namen Clever, Quicky und Kokett sind mit etwas Fantasie noch nachvollziehbar.
Warum aber werden manche Papiere aber Frauennamen belegt, wie Katrin, Regina oder einfach nur Lady? Und wieso heißen manche Toilettenrollen Memo (kann man da gleich noch eine Nachricht drauf schreiben?) oder Google (in Asien verbreitet)?
[mygal=110501_klopapier]

Offenbar für besonders schmutzige Klos, auf die man sich nicht direkt raufsetzen möchte, wird das Papier Spagat empfohlen. Während die Marke WM-Edition wohl für den schnellen Kacker gedacht ist. Oder sind die Blätter etwa in Schwarzrotgold? Auf jeden Fall ist es laut Aufdruck mit Rasenduft, was den Aufenthalt im Klo angenehmer macht.
Fragen wirft auch der Name Alouette auf, was sowie wie Lerche bedeutet. Vielleicht sind in das Papier Federn eingelassen, um es reißfester zu machen? Wir wissen es nicht.
Klare Worte nutzen dagegen andere Hersteller. Mit Shit begone (“Scheiße weg”) und AssWipes (“Arsch wischen”) dürften alle Zweifel beseitigt sein.
Mein Favorit ist allerdings das Toilettenpapier, das auf keinem Piratenschiff fehlen darf: Jolly Roger.

Beitrag drucken

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*