Eltern gegen Rechts

“Als vor sechs Jahren mein älterer Sohn begann, sich das eine oder andere Kleidungsstück zu beschaffen, das in der rechten Szene angesagt war, beruhigte ich mich damit, dass so etwas eben jetzt ‘in’ ist. Selbst als er das erste Mal in einer rechten Gruppe auffiel und von der Polizei vernommen wurde, glaubte ich seinen entschuldigenden Erklärungen. Dann stand er eines Tages vor mir: Glatze, Springerstiefel, die Hosenbeine hochgekrempelt – das Vollbild eines ‘Faschos’ und ich musste mich fragen: Wie konnte das geschehen? Was habe ich falsch gemacht? Und: Was soll ich jetzt tun?”

So beginnt der Bericht einer Mutter aus der Initiative “Eltern gegen Rechts”. Diese Lichtenberger Gruppe haben Eltern gegründet, deren Kinder in die rechtsextreme Szene gegangen sind und die dieser Entwicklung hilflos gegenüber standen.
Sicher kann auch eine solche Initiative kaum oder keinen Einfluss auf die Entwicklung der betreffenden Jugendlichen nehmen. Aber sie kann verhindern, dass die Eltern verzweifeln oder die Entwicklung ihrer Kinder ignorieren. Sie kann sie stärken. “Eltern gegen Rechts” sind jedoch keine klassische Selbsthilfegruppe, sondern sie gehen auch in die Öffentlichkeit mit Veranstaltungen “Rechtsextreme Ideologie und Erscheinungsformen”, “Informationen über und Umgang mit rechtsextremer Musik” oder “Das Spannungsfeld Bindung – Beziehung und Selbstbestimmung bei Jugendlichen”.

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