Das Ende des Postamts

In drei Jahren wird es keine Postämter mehr geben. Nachdem bereits über 7000 kleinere Filialen geschlossen und von sogenannten „Postagenturen“ ersetzt worden sind, werden bis zum Jahr 2011 auch die restlichen Ämter eingespart. Dann wird es nur noch privat betriebene Agenturen geben, die Teil des Einzelhandels werden. Dazu kommen noch „Postbank-Finanzcenter“, „Postservice-Shops“ und „Postpoints“. Dieses Kuddelmuddel verkauft uns die Post AG auch noch als angebliche Service-Offensive. Dabei ist es schon jetzt so, dass die Warteschlangen länger und das Fachwissen der Angestellten geringer wird. In den bereits bestehenden Agenturen ist es kaum noch möglich, fachlich beraten zu werden.

Dies soll dann der Normalfall werden, denn die Leute hinterm Tresen sind dann nicht mehr Postbedienstete, sondern Angestellte des jeweiligen Betreibers. Mehr als eine 14-tägige Ausbildung haben sie nicht und so wird es künftig wie an vielen Stellen schwieriger werden, vernünftig bedient zu werden.

Doch nicht nur die Postangestellten und Beamten sollen im Schalterdienst durch Billigkräfte ersetzt werden, der Kunde selbst soll auch vermehrt selber an der eigenen Dienstleistung arbeiten. „Packstationen“ und „Paketboxen“ werden flächendeckend aufgestellt, in denen man zwar ein Paket aufgeben kann, aber leider nicht vorher abwiegen.
Die privatisierte Post geht damit einen weiteren Schritt in Richtung „weg von der Dienstleistung am Kunden“.

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